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Aloe vera

Foto: H. Zell, Genehmigung: GNU (Wikipedia Commons)
Foto: H. Zell, Genehmigung: GNU (Wikipedia Commons)“

Aloe

Aloe vera (Syn.: A. perfoliata var. vera, A. barbadensis, A. indica, A. vulgaris, A. chinensis)

Weitere Bezeichnungen: Gemeine Aloe, Echte Aloe

Überblick
Standortabsonnig, warm, trocken
Wuchshöheca. 60 cm, mit Blüte ca. 100 cm
BlütezeitAugust
WinterhartNein
MehrjährigJa
VermehrungAbleger
VerwendungKosmetik, Medizin, Ziergarten

Beschreibung

Foto: Wouter Hagens, Genehmigung: frei
Foto: Wouter Hagens, Genehmigung: frei

Aloe vera (lat. vera = wahr) wächst sprossend und zumeist ohne Stamm. Ihre Ableger bilden gemeinsam mit der in der Mitte befindlichen Mutterpflanze eine dichte Gruppe. Die spitz zulaufenden, bis zu 50 Zentimeter langen und mit harten, weißlichen Zähnen besetzten Laubblätter bilden eine Rosette. Die Pflanze treibt einen einzelnen, spargelartigen Blütenstängel, der bis zu einen Meter Höhe erreichen kann, bevor er von unten nach oben gelb erblüht.

Man vermutet, dass Aloe vera ursprünglich von der Arabischen Halbinsel stammt, jedoch wird sie wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung in den tropischen und subtropischen Regionen der ganzen Welt angebaut, sodass sie dort als heimisch gilt. Bedeutende Bestände gibt es unter anderem in Mexiko, auf den Kanaren sowie den Westindischen Inseln und im gesamten Mittelmeerraum.
Sämtliche wilden Aloen gelten seit 1973 global als geschützt. Davon ausgenommen sind künstlich vermehrte Exemplare sowie Aloen, die nicht in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wachsen.

Systematik
OrdnungSpargelartige (Asparagales)
FamilieGrasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
GattungAloen (Aloe)
ArtenWeltweit existieren zwischen 400 und 500 Arten der Gattung.

Bedeutung und Verwendung

 Foto: 3268zauber, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)
Foto: 3268zauber, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)

Bedeutung

Zwei Produkte der Aloe vera sind von besonderer Bedeutung: der gelbe Blattsaft und das Gel.
Der Blattsaft tritt an der Basis aus, wenn die Blätter abgeschlagen werden. Die getrocknete Flüssigkeit findet als „Curaçao-Aloe“ pharmazeutische Verwendung zur kurzfristigen Behandlung von Verstopfung. Für eine dauerhafte Einnahme ist das stark abführende Aloin, der hauptsächliche Wirkstoff, wegen zahlreicher Nebenwirkungen ungeeignet.
Das aus dem Wasserspeichergewebe des Laubs gewonnene Gel enthält vor allem Einfachzucker, wasserlösliche Vitamine und Salicylsäure. Da es als entzündungshemmend, immunstimulierend und wundheilend gilt, wird es sowohl zu naturheilkundlichen als auch zu kosmetischen Zwecken genutzt.

Verwendung

Das von der abgeschnittenen Blattspitze abgesonderte Gel wirkt lindernd bei Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, bei Neurodermitis, Insektenstichen, leichten Brandverletzungen sowie bei Hämorrhoiden. Die Schnittfläche wird auf die zu behandelnde Stelle gelegt.

Gartentipps

Anbau

Kübelkultur
Durchlässige, magere Erde
Absonniger Standort

Pflege

Neue Exemplare 14 Tage schattig bis halbschattig stellen

Mittagssonne generell vermeiden, Ost- oder Westfenster sind gute Standorte
Während der Wachstumsphase eine Wassergabe pro Woche, im Winter alle zehn Tage, überschüssiges Wasser entfernen
Weniger als 5 °C überlebt Aloe vera nicht
Im Winter: heller, warmer Standort bei nicht zu trockener Luft
Ab dauerhaft 12 °C Außentemperatur: Terrasse oder Garten
Ableger jährlich entfernen und sowohl Mutter- als auch Tochterpflanzen nach dem Um- beziehungsweise Eintopfen 14 Tage schattig stellen, anschließend wird wieder absonniger Standort
Mutterpflanze nach dem Umtopfen sparsam düngen.

Ernte

Blattstücke ganzjährig, ganze Blätter während der Wachstumsphase.

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