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Anis

Raffi Kojian, Genehmigung: GNU (Wikipedia Commons)
Raffi Kojian, Genehmigung: GNU (Wikipedia Commons)“

Anis

Pimpinella anisum (Syn.: A. vulgare, Apium anisum, Carum anisum, Tragium anisum, Sison anisum, Selinum anisum)

Weitere Bezeichnungen: Süßer Kümmel, Anisch

Überblick
Standortsonnig, in frischem, eher nahrhaftem Boden
Wuchshöhe20 – 60 cm
BlütezeitJuni – September
WinterhartNein
MehrjährigNein
VermehrungAussaat
VerwendungKüche, Medizin, Duft

Beschreibung

Raffi Kojian, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)
Raffi Kojian, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)

Anis wächst als einjähriges Kraut aus einer schlanken Pfahlwurzel. Der
aufrechte, verzweigte Stängel präsentiert verschiedengestaltiges
Laub: Während die grundständigen Blätter herzförmig und wenig
ausdifferenziert sind, tragen die Stängelzweige fein gefiedertes
Laub, das sich unterhalb der Blütenstände zu dreilappigen Blättern
vereinfacht. Ab Juni erscheinen weiße Blütendolden, die nach
Bestäubung ab August uneinheitlich zur Bräune reifen. Die Früchte
unterscheiden sich von den Früchten des giftigen Schierlings durch
den geraden Verlauf ihrer gelben Rippen.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum, sie wird jedoch
in sämtlichen gemäßigten Klimazonen der Welt angebaut, wenngleich
sie in Asien vom nicht mit ihr verwandten Sternanis abgelöst wurde.

Systematik
OrdnungDoldenblütlerartige (Apiales)
FamilieDoldenblütler (Apiaceae)
GattungBibernellen (Pimpinella)
ArtenAnis (Pimpinella anisum L.)

Bedeutung und Verwendung

 David Monniaux, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)
David Monniaux, Genehmigung: CC (Wikipedia Commons)

Bedeutung

Anis wird seit der Antike als Duft-, Würz- und Heilkraut geschätzt, die
ältesten archäologischen Funde belegen die Nutzung der Früchte für
1600 v. Chr. Während man die Art im Mittelalter auch im
deutschsprachigen Raum anbaute, wird sie heute bevorzugt in Regionen
gezogen, die verlässlich sonnige Sommer haben. Besonders von
Südrussland aus werden Anisfrüchte auf den europäischen Markt
gebracht. Anis gilt im europäischen sowie im arabischen Kulturraum
als delikates Gewürz für Nahrungs- und Genussmittel, namentlich für
Backwaren, Alkoholika und Süßwaren. Darüber hinaus wird es in
Parfums und Potpourris verarbeitet.

Verwendung

Sowohl in der Kräuterheilkunde als auch in der Küche werden vor allem die
Samen genutzt. Anistee wirkt krampflösend und blähungstreibend,
weshalb er traditionell als Hausmittel sowohl bei Husten als auch bei
Magen-Darm-Beschwerden gegeben wird.

Gartentipps

Anbau

  • Aussaat:
    Frühjahr

  • Standort:
    sonnig, mäßig nahrhaft, durchlässig-frisch, am besten leicht
    kalkhaltig, möglichst windgeschützt

Pflege

  • Mäßig
    wässern

  • Monatlich
    mit Brennnessel-Ackerschachtelhalm-Jauche und wenig Kalk düngen

Ernte

  • Die reifen Samenstände von August bis Oktober

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