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Benediktenkraut

H. Zell, GNU (Wikipedia Commons) – Habitus
H. Zell, GNU (Wikipedia Commons) – Habitus“

Centaurea benedicta (syn.: Cnicus benedictus, Carbenia benedicta)

Weitere Bezeichnungen: Benediktinerkraut, Benediktendistel, Benediktenkarde, Kardobenedikte, Bitterdistel, Heildistel, Spinnendistel

Überblick
StandortSonnig, in trockenem, mäßig nahrhaftem Boden
Wuchshöhe40 – 60 cm
BlütezeitJuni – Juli
WinterhartNein
MehrjährigNein
VermehrungAussaat
VerwendungMedizin

Beschreibung

H. Zell, GNU (Wikipedia Commons) – Blüte
H. Zell, GNU (Wikipedia Commons) – Blüte

Das Wärme liebende Benediktenkraut treibt im Frühjahr lange, grob gezähnte, weiß behaarte Blätter von saftigem Grün in einer Rosette, bevor in deren Mitte der ebenfalls belaubte, weiß behaarte, fünfkantige Stängel mit seinen dornigen, blassen oder rot-wächsernen, lang behaarten Hüllblättern der Blütenknospe erscheint. Im Juni, im Mittelmeerraum bis August, blüht das distelähnliche Kraut mit einer gelben Korbblüte.

Natürliche Vorkommen gibt es rund um das Mittelmeer, im südwestlichen sowie im südöstlichen Europa bis nach Kleinasien und Nordafrika. Mittel- und Osteuropa gehörten ursprünglich nicht zum Verbreitungsgebiet der Art, Vorkommen sind durch den Heilpflanzenanbau seit dem Mittelalter verursacht. Standorte sind sonnige, trockene Öd- und Geröllflächen bis 1000 Meter Höhe.

Systematik
OrdnungAsternartige (Asterales)
FamilieKorbblütler (Asteraceae)
UnterfamilieCarduoideae/Cynareae/Centaureinae
GattungFlockenblumen (Centaurea)
ArtenBenediktenkraut (Centaurea benedicta)

Bedeutung und Verwendung

 Alberto Salguero Quiles, GNU (Wikipedia Commons) – Blüte
Alberto Salguero Quiles, GNU (Wikipedia Commons) – Blüte

Bedeutung

Im Altertum scheint Benediktenkraut noch nicht als Heilpflanze verwendet worden zu sein, zumindest berichten erst mittelalterliche und früh-neuzeitliche Quellen über die Heilwirkung. Die Benediktiner zogen das Kraut in ihren Klostergärten und setzten es gegen die Pest ein, während man im 17. Jahrhundert Krebsgeschwüre mit den zerkleinerten Triebspitzen bestreute. (Die von Hildegard von Bingen erwähnte Benedicta ist Nelkenwurz (Geum urbanum), die mitunter ebenfalls als Benediktenkraut bezeichnet wird.) Weitere überlieferte Anwendungsgebiete sind Appetitlosigkeit, Verdauungs- und Auswurfförderung. Pharmakologische Untersuchungen haben einige Anwendungen bestätigt, von besonderem Interesse sind dabei antimikrobielle und Krebs hemmende Wirkungen.

Verwendung

In einigen Kräuterlikören gehört das bittere Benediktenkraut zur verdauungsfördernden Rezeptur; ein Tee des Laubs oder des blühenden Krauts erfüllt denselben Zweck. Gebräuchlich ist Benediktenkraut auch zum Ausschwemmen von Ödemen und in höherer Dosierung als Brechmittel. In der Kräuterheilkunde hat sich außerdem die äußerliche Anwendung bei Geschwüren bis heute gehalten.

Gartentipps

 Alberto Salguero Quiles, GNU (Wikipedia Commons) – Hüllblätter
Alberto Salguero Quiles, GNU (Wikipedia Commons) – Hüllblätter

Anbau

Benediktenkraut möchte trocken oder mäßig frisch auf magerem bis mäßig nahrhaftem Boden stehen. Vor allem braucht es Sonne und Wärme, wenngleich es bis zu -12 °C erträgt. Säe es zwischen März und Mai ins Freiland, am besten in Sand-Humus oder in den Steingarten.

Pflege

Nur bei anhaltender Trockenheit wässern

Ernte

Laub und blühendes Kraut zwischen Juni und August

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