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Bildnachweis Mariamichelle / CC0 Public Domain-Pixabay.com
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So planen Sie Ihr neues Gewächshaus und was Sie alles beachten sollten

 

In unseren Breitengraden kann die Witterung nur allzu oft zum Feind für den Gartenfreund werden. Im Frühjahr können Kälteeinbrüche junge Pflanzen zerstören, die man ausgesetzt hat und selbst im Sommer fügen oft starke Regenfälle zarten Blumen Schaden zu. Im Winter die die einzige Augenweide im Garten bestenfalls der Schnee. Wer sich da ganzjährig mit der Aufzucht von Blumen und auch von Gemüse beschäftigen möchte, sollte erwägen ein Gewächshaus anzuschaffen.

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Verschiedene Typen von Gewächshäusern

Wenn man sich für die Einrichtung eine Gewächshauses interessiert, wird man feststellen, das es durchaus unterschiedliche Typen von Gewächshäuser gibt. Sie lassen sich generell in die Kategorien Kleingewächshäuser, Foliengewächshäuser, Frühbeete und Gewächshäuser einteilen. Man sollte sich also zunächst einmal darüber Gedanken machen, was man mit dem Gewächshaus wirklich machen möchte. Natürlich ist ein großes, ganzjähriges Gewächshaus eine herrliche Sache, ist aber auch dementsprechend mit Kosten und Platzbedarf verbunden.

Frühbeet zur Vorzucht von Pflanzen

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Ein Frühbeet ist eine Art von Gewächshaus, dass sich leicht erstellen lässt und dem Vorziehen von Pflanzen dient, die dann später im Garten ausgesetzt werden. Dazu braucht man einen Kasten, der aus Holz, Glas oder Kunststoff sein kann. Dieser wird dann mit Glas, Folie oder Plexiglasplatten abgedeckt. Wenn man wirklich früh mit der Aussaat beginnen möchte, braucht man im Frühbeet zusätzliche Wärme. Man kann dazu eine elektrische Heizung wählen. Genau wie im großen Gewächshaus ist auch im Frühbeet die Belüftung besonders wichtig. Hat man sich für eine Abdeckung aus Glas entschieden, so kann man sich diese Arbeit mit elektrischen Fensteröffnern erleichtern. Bei einer bestimmten Temperatur, die bei etwa 20 Grad liegen kann, schließen sich die Fenster automatisch. So hat man einen optimalen Schutz für die jungen Pflanzen. Auch an die Bewässerung ist zu denken. Hier kann man sich ebenfalls die Technik zu Nutzen machen und eine automatische Bewässerungsanlage einbauen. Zu Bedenken ist ebenfalls, dass im Frühbeet das Unkraut ebenso gut sprießt, wie die ausgesäten Pflänzchen. Deshalb ist regelmäßiges Jäten von größter Wichtigkeit.

Große Gewächshäuser sind eine Freude für den Gartenfreund

Möchte man ein großes Gewächshaus anlegen, so Bedarf das sehr genauer Planung. Zunächst gilt es einmal, einen perfekten Platz im Garten zu finden. Ein Gewächshaus ist eigentlich nur sinnvoll, wenn es mindestens über 10 Quadratmeter Platz verfügt. Es sollte ebenfalls ausreichende Stehhöhe haben, so dass sich das Arbeiten angenehm gestaltet. Es sollte an einem Platz im Garten stehen, der mit einer hohen Lichteinstrahlung zählt, so dass man den ganzen Tag über mit Licht rechnen kann. Idealerweise baut man es in Nord – Süd Ausrichtung. Viele Leute entscheiden sich für ein klassisches Gewächshaus, das rechteckig ist und ein Satteldach besitzt. Hat man weniger Platz, ist es auch möglich, ein Anlehngewächshaus bauen zu lassen, das, ähnlich einem Wintergarten, an eine Hauswand angebaut wird. Dabei sollte es sich nach Möglichkeit um die Südwand handeln. Es ist immer günstig, wenn die Wege von Gewächshäusern zum Haus so kurz wie möglich gehalten werden. Das erleichtert Strom- und Wasseranschlüsse und es ist auch im Winter weniger beschwerlich, zu den Gewächshäusern zu gelangen.
Hat man einmal den richtigen Platz gefunden, muss man sich entscheiden, was man eigentlich mit dem Gewächshaus machen möchte. Man hat die Möglichkeit, Pflanzen vorzuziehen, Obst und Gemüse anzubauen und auch Blumen zu züchten. All dies kann man in einem unbeheizten Modell vornehmen. Möchte man das Gewächshaus jedoch ganzjährig betreiben um das ganze Jahr zu ernten, frostempfindliche Pflanzen zu überwintern und auch um Exoten zu züchten, braucht man eine Heizung. Je nach Lage des Gewächshauses kann auch künstliche Beleuchtung sinnvoll sein. Man sollte immer darauf achten, das alle Kabel und Leitungen, die hier zum Einsatz kommen, für den Einsatz in feuchträumen geeignet sind. Das vermindert ganz einfach das Sicherheitsrisiko. Man sollte schon rechtzeitig eine Aufstellung der Geräte machen, die man benutzen wird. Dazu gehören auch Arbeitstische und Abstellregale. Das hilft auch dabei, den Platz zu kalkulieren, den man braucht.
Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für ein Warmhaus ist der Kostenfaktor. Zu einem wohl funktionierenden ganzjährigen Gewächshaus gehört eine Heizung, elektrische Fenster zur Belüftung und eine Bewässerungsanlage. Dabei ist nicht nur der Anschaffungspreis zu bedenken, sondern auch die laufenden Kosten, die zum Unterhalt anfallen. Dabei machen sich natürlich besonders die Stromkosten bemerkbar, da die Heizung zumeist elektrisch ist. Wer Gewächshäuser als ein geliebtes Hobby betrachtet, in denen man viele Stunden der Entspannung mit interessanter Gartenarbeit verbringen kann, wird aus diesem Projekt auch trotz der Kosten Nutzen ziehen. Wer jedoch plant, lediglich im Winter preiswert Gemüse zu ernten, sollte seine Rechnung noch einmal gründlich überprüfen.

Bepflanzung des Gewächshauses

Foto: Stefan Koerber – Fotolia

Was man in Gewächshäusern anpflanzt, hängt natürlich vom eigenen Geschmack, aber auch von der Größe des Gewächshauses ab. Vor der Bepflanzung gilt es auch hier, den Boden richtig vorzubereiten. Er wird aufgelockert und man kann auch Kompost mit einarbeiten. Unbeheizte Gewächshäuser können erst im Frühjahr bepflanzt werden, wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf das Dach fallen und keine Gefahr von Nachtfrost mehr besteht. Hier kann man Gemüse und Blumen ziehen. Besonders Tomaten, Gurken, Radieschen und Salat wachsen hier ausgezeichnet. Die Pflanzen sind vor direkter Sonneneinstrahlung und vor starken Regenfällen geschützt. Unter Umständen kann man auch eine Jalousie anbringen, um allzu starke Sonne fern zu halten. In dem feuchtwarmen Klima erzielen sie ein besonders schnelles Wachstum und die Ernteerträge, sowohl als auch die Qualität der Früchte sind ausgezeichnet. Auch kann man die Erntezeit verlängern und auch im Herbst noch Gemüse einbringen.
In einem ganzjährigen, beheizten Warmhaus hat man jedoch noch viel mehr Möglichkeiten. Hier ist das ganze Jahr über Erntezeit. Auch in den Wintermonaten kommt aus diesen Gewächshäusern leicht frisches Gemüse auf den Tisch. Hier kann man auch frostempfindliche Pflanzen ausgezeichnet überwintern. Eine ganz besondere Freude bei den beheizten Gewächshäusern ist jedoch die Aufzucht von exotischen Pflanzen. Es gibt eine große Vielfalt von Orchideen, Palmen und anderen Pflanzen, die in tropischen Regionen zu Hause sind und im Gewächshaus ausgezeichnet wachsen.

Exotische Pflanzen im Gewächshaus

Alle Gärtner, die außergewöhnliche Pflanzen lieben, haben an der Aufzucht von exotischen Pflanzen in Gewächshäusern immer wieder sehr viel Freude. Es ist eine große Anzahl von Samen für solche Pflanzen zu finden. Diese kann man heute leicht bei Internet Händlern oder auch auf Tauschbörsen finden. Natürlich kann man auch aus dem Urlaub in tropischen Ländern Samen mitbringen und die Pflanzen, die man dort bewundert hat, auch im heimischen Warmhaus wachsen lassen. Liebhaber von herrlichen Blüten können sich an vielen Sorten von Orchideen erfreuen. Auch Bromelien wachsen hier hervorragend. Im Übrigen gehören auch die Ananas zu den Bromeliengewächsen und können in Gewächshäusern angebaut werden. Eine eigene Ananasernte ist natürlich besonders interessant. Auch Zitruspflanzen können angepflanzt werden, so dass man aus den Gewächshäusern auch Zitronen und Apfelsinen ernten kann.

Ein Mini-Gewächshaus für den Balkon

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Natürlich verfügt nicht jeder über Gärten, in denen große Gewächshäuser Platz finden können. Das heißt aber trotzdem nicht, dass man auf die geschützte Aufzucht von Pflanzen verzichten muss. Ein Mini-Gewächshaus hat sogar auf dem Balkon Platz. Auch bei diesen Gewächshäusern kann man sich für beheizte Modelle entscheiden, in denen man selbst auf dem Balkon Orchideen züchten kann. Die erwärmte, feuchte Luft trägt auch im Balkongewächshaus zu idealen Wachstumsbedingungen bei. Als Substrat kann man sich hier zwischen Aussaaterde, Steinwolle oder Kokossubstrat entscheiden, die im Baumarkt oder Gartencenter erhältlich sind. Der Untergrund sollte nur mäßig mit Nährstoffen durchsetzt sein, damit die Keimlinge nicht zu schnell in die Höhe schießen und die Wurzelbildung dabei zurück bleibt. Oft ist dabei der Einsatz von Pflanzenleuchtmittel sehr hilfreich, besonders wenn das Warmhaus auf der Balkon viel beschattet ist. Auch das Balkongewächshaus kann als ganzjähriger Küchengarten funktionieren, in dem man Gemüsepflanzen aber auch sehr viele Kräuter pflanzen kann, die in der Küche stets für frische Zutaten sorgen.

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