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Bild Holzterasse

Holzterrasse – welche Holzart ist die richtige?

Wenn die ersten Blütenknospen zaghaft durch die Erde ragen und die Sonne immer öfters scheint, naht der Frühling mit Riesenschritten. Nach dem langen Winter zieht es die Menschen wieder hinaus ins Freie. Ein wichtiges Bindeglied zwischen Drinnen und Draußen ist die Terrasse, die in der warmen Jahreszeit zum Wohnzimmer im Grünen wird. Deshalb lohnt es sich, auf ihre Gestaltung besonderen Wert zu legen.

Holzterrassen liegen im Trend

Mit etwas handwerklichen Geschick und viel Kreativität kann die Holzterrasse selbst errichtet werden. Sie soll einladend und phantasievoll wirken und allen Familienmitgliedern bequem Platz bieten. Beim Projekt Holzterrasse selber bauen kann sich der eine oder andere Fehler durchaus einschleichen. Wie bei jeder Neuerrichtung, Sanierung oder Renovierung liegt der gewünschte Erfolg in der perfekten Planung.

Der beste Platz für die Terrasse

Bei der Platzwahl für die Terrasse stehen praktische Überlegungen im Vordergrund. Du kannst dir sicher vorstellen, wie anstrengend es für dich ist, wenn du an einem schönen warmen Sommertag die Speisen und Getränke rund um das Haus oder sogar treppauf und treppab tragen musst. Umso wichtiger ist es, dass die Terrasse nahe beim Haus beziehungsweise der Wohnung liegt und von der Küche oder dem Wohnbereich aus gut zugänglich ist. Eine wichtige Rolle spielen neben der guten Zugänglichkeit auch die Himmelsrichtung und die Einsehbarkeit. Der beste Platz ist meistens hinter dem Haus, denn dort bist du von neugierigen Blicken besser geschützt als zum Beispiel im Vorgarten. In stark verbauten Gebieten kann die Terrasse von höher gelegenen Stockwerken aus oft eingesehen werden. Hier lässt sich mit einem vorgezogenen Dach, einer Markise oder einer Pergola Abhilfe schaffen.

Die Größe der Terrasse

Wenn du die Terrasse neu anlegst oder umbaust, lohnt es sich, den Platzbedarf sehr großzügig zu bemessen. Dreieinhalb mal dreieinhalb Meter sollte die Terrasse schon sein, wobei vier mal vier Meter natürlich noch besser sind. Je größer die Familie ist und je mehr Gäste du einladen wirst, desto mehr Platz muss natürlich die Terrasse bieten.

Holzterrasse mit Deko
Holzterrassen können modern, romantisch oder im Vintage-Look gestaltet werden.

Holz im Garten

Entscheidend für den Sitzplatz ist der richtige Bodenbelag, ist er doch die Grundlage, auf der du es dir später so richtig gemütlich machst. Es kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage, den Boden für die Terrasse zu gestalten. Ein wichtiges Material ist Holz, denn Holz als Terrassenbodenbelag hat viele Vorteile. Was passt auch besser ins Freie, als der natürliche Werkstoff Holz? Holz trocknet nach dem Regen außerdem viel schneller als beispielsweise Beton und verändert dadurch auch nicht so stark das Kleinklima wie dieser, der die Sonne reflektiert. Das ist besonders bei sehr hohen Temperaturen angenehm.

Der Selbermacher-Tipp
Viele praktische und nützliche Tipps rund um Holzdielen und die Verlegung findest du zum Nachlesen in dem informativen Ratgeber von Benz24.de. Zum Beispiel solltest du den Sitzplatz so anlegen, dass eine leichte Neigung zum Garten entsteht, denn dann kann das Regenwasser leichter abfließen. Schließlich willst du ja bald nach dem Regen wieder auf der Terrasse sitzen, aber ohne ein unfreiwilliges Fußbad zu nehmen.

Holz als Baustoff

Holz ist als Terrassen Belag sehr beliebt. Es ist im freien den Witterungseinflüssen stark ausgesetzt und deshalb werden gerne robuste Tropenhölzer verwendet, die keine besondere Behandlung benötigen. Für andere Holzarten, insbesondere bei Fichten- und Kiefernholzdielen, ist eine Imprägnierung notwendig, da diese Dielen sonst sehr schnell verwittern würden. Wenn du dich für Tropenhölzer entscheidest, achte unbedingt auf die Zertifizierung, weil der Anteil von illegalen Rodungen leider noch immer erschreckend hoch ist. Als Terrassen Belag eignen sich bei den heimischen beziehungsweise europäischen Holzarten gut die Eiche, die Robinie oder die Lärche. Wenn du das Holz mit umweltfreundlichen Lasuren und Lacken behandelst, hat dieses Holz eine lange Lebensdauer.

In Blick in den Werkzeugschrank
Bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden kann, solltest du deinen Werkzeugschrank inspizieren.

Folgende Werkzeuge benötigst du für dein Projekt Holzterrasse selber bauen:

  • Kreissäge
  • Hammer
  • Meterstab
  • Bleistift
  • Wasserwaage
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine
  • Bei Hartholzdielen einen Bohrer
  • Stichsäge
  • Abstandhalter für die Verlegung der Dielen
  • Als Abstandhalten können ungefähr fünf Millimeter große Kunststoff- oder Holzplättchen verwendet werden.
Deine Einkaufsliste

Die Einkaufsliste bezieht sich auf den Bau einer Holzterrasse mit einer Größe von 20 Quadratmeter und die Dielenbreite beträgt 145 Millimeter:

  • Drei Stück Balken und eventuell Metallwinkel zur Befestigung der Unterkonstruktion auf dem Untergrund
  • Kunststoffkeile zur Errichtung des Gefälles
  • Zirka 680 Stück Schrauben 5 mal 60 Millimeter bei Holzdielen mit 25 bis 28 Millimeter Stärke und 5 mal 50 Millimeter bei. Holzdielen mit einer Stärke von 21 bis 23 Millimeter Stärke
  • 50 Meter Unterkonstruktion
  • 140 Meter Terrassendielen ( Breite 145 Millimeter)
  • Vier Liter Pflegeöl
  • Bei Bedarf Umrandungshölzer und Unterlegeplatten in verschiedenen Stärken zum Höhenausgleich der Unterkonstruktion

Holzterrasse bauenSchritt für Schritt zur neuen Holzterrasse

  1. Holzdielen sind unkompliziert zu verlegen. Zunächst steckst du die benötigte Fläche ab. Dann wird die Erde ungefähr 20 Zentimeter abgetragen und Sand eingefüllt. Den Sand verdichtest du, denn dadurch wird er tragfähig. Wichtig ist, dass du den Sand gut einebnest.
  2. Im Anschluss kannst du das erste Rahmenholz platzieren und an der Wand befestigen.
  3. Danach wird die Terrassenfläche ausgemessen und die Eckpunkte mit der Richtschnur fixiert. Vom ersten Rahmenholz ausgehend legst du jetzt die Tragebalken im Abstand von ungefähr 50 Zentimeter parallel zueinander aus.
  4. Als nächster Schritt werden Betonplatten oder Pflastersteine fest in den Boden eingelegt. Dadurch bekommst du eine stabile Auflagefläche und einen konstruktiven Holzschutz. Das bedeutet, dass das Holz vor der Erdfeuchte geschützt ist. Zusätzlich als Schutz vor der Erdfeuchtigkeit kann die Oberfläche mit einem Bitumenkleber eingestrichen werden.
  5. Nach dem Verlegen der Tragebalken werden diese mit Hilfe des Meterstabs und der Wasserwaage ausgerichtet. Im Anschluss an diese Tätigkeit werden die Lagerbalken mit Metallwinkeln auf dem Untergrund gut befestigt.
  6. Entscheidend ist nun die Verlegung der ersten Holzdiele. Diese wird im rechten Winkel zu den Tragebalken ausgerichtet und mit Schrauben fixiert. Genaues Arbeiten ist gefragt, denn an der ersten Holzdiele orientiert sich die Ausrichtung der folgenden Holzdielen. Jetzt kannst du alle Holzdielen mit gleichen Anstand zueinander verlegen. Beim Verlegen achte darauf, dass der Abstand zwischen den einzelnen Holzdielen nicht zu groß ist. Der optimale Abstand beträgt fünf Millimeter und sollte auf keinem Fall größer sein. Muss eine Holzdiele an eine Türe oder ein Rohr angepasst werden, dann zeichnest du die Aussparung auf das Dielenholz und schneidest die Aussparung mit der Stichsäge aus.
  7. Hast du alle Dielen verschraubt, werden sie entlang der Richtschnur gekappt. Um ein optisch ansprechendes Ergebnis zu bekommen, kann die Holzterrasse im Sichtbereich mit Holzdielen verkleidet werden.
Tipp 1: Selbstbohrende Terrassendielenschrauben erleichtern dir die Verlegung!

Tipp 2: Für größere Terrassenflächen oder für Abstufungen, zum Beispiel zu einem Gartenteich, gibt es ganze Gartendecks aus Holz. Sie verlangen zwar etwas mehr an handwerklichen Geschick, sind aber trotzdem auch selbst zu verlegen.

Holzterrasse selber bauen – Tipps und Tricks

Bildernachweis:
Titelbild – Holzterasse – CC0 Public Domain / Pixabay.com
Holzterrasse mit Blumen – CC0 Public Domain / Pixabay.com
Holzterrasse bauen – Urheber: kiep / 123RF Lizenzfreie Bilder
Holzterrasse mit Deko – Urheber: elenathewise / 123RF Lizenzfreie Bilder

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