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Strom im Garten – dies sollte man beachten

Bildnachweis Waldo93 / CC0 Public Domain-Pixabay.com

Für viele ist der Garten im Sommer ein zusätzlicher Wohnraum, der zum entspannten Sonnenbaden, zu gemütlichen Grillabenden oder ausgiebigen Frühstücken am Wochenenden mit Freunden und Familie genutzt wird. Neben der obligaten Bepflanzung und trendigen Gartenmöbeln gehören auch die entsprechenden Geräte zur Pflege des Rasens und der Blumen sowie der Grill und eventuell musikalische Untermalung beim Sommerfest einfach dazu. Doch das alles funktioniert nur mit Strom. Doch wie kann man den Anspruch an elektrische Versorgung mit den manchmal widrigen Wetterverhältnissen, die vor allem mit Nässe zu tun haben, verbinden ? Eine garantiert sichere und perfekt funktionierende Lösung ist die Verlegung von Stromkabeln unter der Erde, doch dazu brauchen Sie zum einen die optimale Ausrüstung und außerdem etwas Fachwissen. Auch Alternativen wie eine Energiesäule, die neben der Funktionalität auch optisch überzeugt, sind im trendigen Garten von heute durchaus angesagt. Wenn Sie Strom im Garten haben möchten, sollten Sie in jedem Fall die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Dann gehören die Gerätesuche im Schuppen bei Kerzenschein und ein ungepflegter Gartenteich ohne elektrischer Pumpe zur Wasserpflege bald der Vergangenheit an. Auch einem beleuchteten Schauplatz für fröhliche Gartenfeste mit Ihren Nachbarn und der Familie steht dann nichts mehr im Wege und das regelmäßige Rasenmähen wird ebenso zum Vergnügen statt zum Sicherheitsrisiko.

Der Garten gilt grundsätzlich als Feuchtraum

Für die Profis unter den Handwerkern gilt der Garten als Feuchtraum, was bedeutet, dass besondere Vorkehrungen bei der Installation getroffen werden müssen. Denn in diesem Bereich gilt es sowohl tatsächliche Nässe als auch Spritz- und Regenwasser auszuhalten, was bei der Materialqualität besondere Ansprüche stellt. Jeder weiß, dass sich Wasser und Strom in der Realität nicht vertragen. Grundsätzlich bedeutet eindringende Feuchtigkeit oder Nässe unmittelbare Lebensgefahr durch Stromschlag und behindert die generelle Funktion der Elektroinstallation. Damit muss in jedem Fall verhindert werden, dass diese beiden Elemente aufeinander treffen. Sollte es dennoch einmal passieren, sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen, die dafür sorgen, dass sich der betroffenen Stromkreis umgehend abschaltet und vom Netz geht. Auch bei der Verlegung der Stromkabel im Garten ist darauf zu achten, dass der Stromkreis während der Arbeit spannungsfrei ist und während der gesamten Installationsphase auch bleibt. Wer über Strom im Garten verfügen möchte, der sollte immer auf entsprechende Sicherheit achten.

Dies bedeutet, dass

  • das Zusammentreffen von Wasser und Strom
  • die Verwendung von ungeeigneten und nicht sicherheitstechnisch zertifizierten Materialien
  • sowie die unsachgemäße Handhabung von Stromkabeln und Elektrogeräten

auf jeden Fall vermieden werden müssen, um die Sicherheit im gesamten Gartenbereich umfassend zu gewährleisten.

Strom im Garten benötigt geeignetes Material

Egal ob zur Beleuchtung oder zum Antrieb der elektrischen Gartengeräte, wer auf seiner Grünfläche mit Energie versorgt sein möchte, muss auf geeignetes Material und vor allem auf eine sichere Verlegung im Erdreich Wert legen. Grundsätzlich dürfen nur Kabel verlegt werden, die genau für diesen Zweck zugelassen sind. Diese tragen die Bezeichnung Erdkabel und sind mit PVC isolierte Kunststoffkabel, zum Beispiel NYY-J bzw. NYCWY oder NYY-O. Unterschieden wird in der Folge auch zwischen drei- und fünfpoligen Kabeln. Die fünfpoligen können wie zwei einzelne Kabelstränge verwendet werden. Am besten erfolgt die professionelle Verlegung und Sicherung der Kabeln gleich bei Anlage des Gartenbereiches, dadurch entsteht der geringste Arbeitsaufwand. Wer erst später feststellt, dass er Strom im Garten haben möchte, der kann dies problemlos unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorgaben nachholen.

Professionelle Verlegung gewährleistet Sicherheit

Dazu muss ein mindestens 60 Zentimeter tiefer Graben geschaufelt werden und etwaige Steine oder Kanten entfernt werden. Anschließend muss eine knapp zehn Zentimeter dicke Sandschicht eingefüllt werden. Das Kabel, das nun verlegt werden sollte, ist am besten mit einer Kabelabdeckhaube geschützt und kann anschließend in ein individuell passendes spezielles Kabelschutzrohr gegeben werden. Anschließend wird das nunmehr mehrfach geschützte Kabel einfach in den Graben gelegt und mit einer mindestens zehn Zentimeter hohen Sandschicht bedeckt. Damit ist gewährleistet, dass es mehrfach geschützt ist und zwar sowohl gegen unbeabsichtigtes Ausgraben als auch gegen Frost und Erdbewegungen. Abschließend sollte ein entsprechendes PVC-Warnband mit der Aufschrift „Achtung Erdkabel“, das in jedem Elektrofachhandel erhältlich ist, über das verlegte Kabel gegeben werden. Wer das spezielle Band nicht zur Verfügung hat, kann auch ein einfaches rot-weißes verwenden, das in jedem Baumarkt erhältlich ist. Wer Stromleitungen in seinem Garten verlegt, der muss in jedem Fall darauf achten, dass zu anderen stromführenden Leitungen mindestens 30 Zentimeter Sicherheitsabstand eingehalten werden. Eine weitere wichtige Sicherheitsmaßnahme ist die, sämtliche Stromleitungen für den Außenbereich über einen separaten Stromautomaten im Sicherungskasten laufen zu lassen und damit abzusichern.

Fehlerstromschutzschalter ist ein absolutes Muss

Wer über Strom in seinem Garten verfügen möchte, der muss – wie auch in den eigenen vier Wänden – dafür sorgen, dass ein sogenannter FI-Schalter, also ein Fehlerstromschutzschalter, angebracht wird. Dieser misst ständig den fließenden Strom im Garten und erkennt binnen kürzester Zeit sogar minimale Veränderungen, was eine sofortige Unterbrechung der Stromzufuhr zur Folge hat. Vor allem bei unbeabsichtigter Beschädigung des unterirdischen Kabels, etwa wenn man das Kabel mit dem Spaten beschädigt, kann dies enorm wichtig sein und sogar Leben retten. Auch wenn bereits Stromleitungen bzw. Elektroinstallationen wie Außenbeleuchtungen oder Gartenlampen bestehen, sollte darauf geachtet werden, dass dieser FI-Schalter in jedem Fall nachgerüstet wird. Wer sich hier unsicher ist, kann einen Fachmann konsultieren, auf dessen Wissen man sich umfassend verlassen kann. Wer selbst den FI-Schalter einbauen möchte, der findet das nötige Zubehör wie den individuell passenden Sicherungs- und Zählerkasten ebenso wie den passenden Fehlerstromschutzschalter in jedem Baumarkt oder gut sortiertem Fachmarkt. Wer keine umfangreiche Stromversorgung im Garten benötigt, der kann dazu auf Niedervolttechnik bzw. LEDs ausweichen, damit erspart man sich den FI-Schalter und sein Zubehör. Denn für diese Art der Stromzufuhr ist lediglich eine sogenannte spatensichere Verlegung notwendig und vorgeschrieben.

Die Garten-Energiesäule ist eine Alternative zum Stromkabel

Wer Strom im Garten haben möchte, aber die Kabelverlegung als zu unsicher oder aufwändig empfindet, der findet in der Garten-Energiesäule eine praktikable Alternative. Diese entspricht nicht nur funktional den herkömmlichen Erdkabeln was die Stromleistung betrifft, sondern sie überzeugt auch noch als stilistisches Element, das optisch überzeugt. Mit dieser Energiesäule, die sowohl im Sommer wie auch im Winter hervorragend funktioniert, ist sichere Beleuchtung, bedenkenloser Betrieb des Gartengrills oder bequemes Rasenmähen ohne weiteres möglich. Denn diese Säulen bestehen aus einem geschlossenen Aluminiumprofil mit Deckel. Darin können für den benötigten Strom im Garten unterschiedlich viele Steckdosen angebracht werden. Durch eine optisch und stilistisch überzeugende Fußplatte oder einen entsprechenden Erdspieß wird der stylische Stromlieferant befestigt. Wer lieber festes Fundament bevorzugt, der kann auch einen Betonsockel mauern und darauf die Garten-Energiesäule anbringen. Die Vorteile dieser Option für Strom im Garten liegt auf der Hand, denn flexible Nutzung im Außenbereich ist ebenso gewährleistet wie sichere Versorgung durch die Ummantelung. Wer ein Gartenfest veranstaltet, kann mit dieser Möglichkeit der elektrischen Versorgung zusätzlich ein optisches Highlight setzen. Auch im normalen Gartenalltag macht sich diese Energiesäule optisch besser als eine Kabeltrommel oder ellenlange Verlängerungskabel, die sich durch das Gebüsch und die Blumenbeete schlängeln. Neben dem Argument des Designs sprechen vor allem Sicherheitsaspekte für diese Option. Denn die Oberfläche der Energiesäule ist sowohl witterungs- als auch UV-beständig, was bedeutet, dass es durch das Aufeinandertreffen von Feuchtigkeit und Elektrizität zu keinerlei Gefahren kommt.

Außenleuchten benötigen besondere Stromkabel

Die richtige Beleuchtung im Garten sorgt nicht nur für behagliches Ambiente, sondern ist auch eine Sicherheitsvorkehrung, wenn so Wege und Beete entlang der Rasenfläche auch nach dem nächtlichen Sommerfest noch eindeutig sichtbar werden. Doch dabei sollten Sie nicht nur auf den Stromverbrauch der Lampen Wert legen, sondern vor allem auf die Stromversorgung. Hier ist die Verlegung von Erdkabel, die wasserbeständig sind, die einfachste und sicherste Lösung. Wer hier noch dazu darauf achtet, dass die Kabel in Leerrohren verlegt werden, der hat später die Möglichkeit, für mehr Strom im Garten zu sorgen. Einfach dadurch, dass ein weiteres Kabel eingezogen oder das ursprüngliche Modell ausgetauscht wird.

Wenn Sie nur zu bestimmten Anlässen eine Beleuchtung auf Ihrem Grün haben möchten, können Sie entsprechende Gummikabel mit Eignung für den Außenbereich verwenden. Wenn Sie diese verlegen, sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass diese nicht zu gefährlichen Stolperfallen werden, bei denen man sich ernsthaft verletzen könnte. Wenn sogenannte Niedervolttechnologie für die Beleuchtung im Garten ausreichend ist, kann auf stromsparende und vor allem nahezu gefahrlose LED-Leuchten zurück gegriffen werden. Diese weisen zwar nicht die haushaltsübliche Stromspannung auf, versorgen den Außenbereich aber dennoch mit ausreichend Licht, um optische Effekte zu erzeugen oder den Weg zu weisen .

Wer in seinem Garten lediglich zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstagen Beleuchtung bzw. Strom benötigt, der findet mit oberirdisch verlegten Gummikabeln, die in einer handelsüblichen Steckdose angeschlossen werden, das Auslangen. Selbstverständlich muss diese Form der Beleuchtung für den Außenbereich geeignet und die benötigten Steckverbindungen sollten in jedem Fall wassergeschützt sein. So schön ein festlich geschmückter Außenbereich auch ist, gerade aufwändige Weihnachtsbeleuchtungen können das Haushaltsbudget enorm belasten, deshalb ist hier auf Stromeffizienz zu achten.

Damit Sie zukünftig die Gartenarbeit unbeschwert verrichten oder fröhliche Gartenfeste möglicherweise auch im Winter feiern können, sind Sie mit Strom im Garten gut beraten. Wenn Sie die Leitungen und Kabel selbst verlegt haben, aber irgendwie Sicherheitsbedenken haben, sollte ein Fachmann den Anschluss überprüfen. Vor allem dann, wenn es sich um Starkstromleitungen wie Sie zum Beispiel ein Saunaofen benötigt, handelt. Wer handwerklich nicht zu den Geschicktesten gehört, sollte im Zweifelsfall ohnehin von vorneherein einen Fachmann beauftragen, denn Strom im Garten ist nur dann nützlich und effektiv, wenn er gefahrlos ist und kein Sicherheitsrisiko darstellt.

Titelbild – Gartenbeleuchtung CC0 Public Domain-Pixabay.com

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