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Wenig Arbeit – großer Effekt – Lavendel

Bildnachweis Hans / CC0 Public Domain-Pixabay.com

Mit kaum einer anderen Pflanze lässt sich so leicht ein südländisches Flair in den Garten zaubern, wie mit dem Lavendel. Der aromatische Strauch würde in unseren Breiten etwa einen Meter hoch werden, wenn er nicht zurückgeschnitten würde. Damit wäre auch bereits einer der wichtigsten Faktoren bei der Pflege benannt. Im Grunde beansprucht der Lavendel nicht allzu viel Arbeit, doch er muss zuverlässig zurückgeschnitten werden, um eine schöne Blüte zu zeigen und in Form zu bleiben. Während der echte Lavendel hierzulande ausschließlich als Zierpflanze verwendet wird, wird Lavendel in Frankreich landwirtschaftlich angebaut. Vor allem in der französischen Provence dient der Lavendel als Lieferant für Duftstoffe, aus denen Parfüms und Kosmetik hergestellt werden. Doch im gesamten Mittelmeerraum wächst und blüht er und prägt unser Bild vom südlichen Blütengarten.

Ein wenig Pflege liefert duftende Highlights

Mit ein wenig Pflege und einem gut vorbereiteten Boden kann der Lavendel jahrelang mediterranes Flair verbreiten. Die Erde sollte lieber etwas sandig und mager sein für den kleinen duftigen Strauch. Zu viel Kompost oder Torf lassen die Pflanze nur in die Höhe schießen, ohne Form und Substanz. Wenn möglich, ist ein besonders wenig von Frösten betroffener Standort zu wählen. Zwar sind die hier erhältlichen Sorten winterhart, doch der Strauch kann stark zurückfrieren und unter Umständen im nächsten Jahr lediglich grüne Zweiglein produzieren. Wenn stärkerer Frost erwartet wird, sollten die violetten Pflanzen daher gut geschützt werden. Sollten die Pflanzen dennoch einmal unter Frostschäden oder Krankheiten leiden, hilft häufig ebenfalls eins rigoroser Rückschnitt.

Häufig zurückschneiden und stutzen

Wenn die Pflanzen ausgeblüht haben, ist der richtige Zeitpunkt das erste Mal zu schneiden. Dann werden jedoch lediglich die Blütenstände herausgeschnitten. Wer die Pflanzen im Winter gegen Frost geschützt hat, schneidet nach dem Entfernen des Frostschutzes bis zu den holzigen Teilen zurück, um die Pflanze zum Austreiben anzuregen. Wer keinen Frostschutz verwendet hat, muss seine Pflanze genau ansehen, inwieweit sie den Winter überstanden hat. Dann müssen unter Umständen auch die verholzten Zweige zurückgestutzt werden. Doch wie bereits beschrieben, übersteht die Pflanze diese Maßnahme meist sehr gut und kommt im nächsten Frühjahr umso schöner wieder zurück.

Schöne Beeteinfassung in zartem Lila

Durch die Schnittverträglichkeit und den niedrigen Wuchs eignet sich der kleine blühende Strauch auch hervorragend als Beeteinfassung. Wem Buchsbaum zu langweilig ist oder auch zu langsam im Wuchs, für den ist das südländische Gewächs nicht nur ein wunderhübscher Anblick, sondern stets auch ein duftendes Highlight am Beet. Viele Farbtöne lassen sich zudem sehr gut mit dem zarten Lilaton kombinieren. So können leicht getrennte Bereiche für verschiedene Themen geschaffen werden, die dennoch alle den gleichen Grundtenor von südlichem Flair durch die Beeteinfassung aus Lavendel bieten.

Nachwuchs leicht selbst ziehen

Gerade wenn man die Pflanzen als Beeteinfassung verwenden möchte, benötigt man sehr viele Pflänzchen. Diese alle im Gartenfachmarkt oder in einer Gärtnerei zu kaufen kann ein größeres Loch in das Gartenbudget reißen. Mit rechtzeitiger Planung kann man die Pflanzen jedoch selbst ziehen und so nicht nur eine Menge Geld sparen, sondern auch viel mehr Freude an ihnen gewinnen. Außerdem hat es sich erwiesen, dass häufig die selbst gezogenen Nachkömmlinge robuster und resistenter gegen Krankheiten und Frost sind, als gekaufte Exemplare. Da diese Pflanzen nicht aus ihrem angestammten Garten und der Klimazone herausgerissen werden, können sie sich schneller zu einer schönen erwachsenen Pflanze entwickeln.

Verschiedene Varianten der Vermehrung sind möglich, um eigene Pflänzchen zu erhalten. Zum einen kann man sie aus Samen ziehen, was aber recht lange dauert und neben Geduld viel Pflege erfordert. Wenn man hat, ist es am einfachsten größere Stöcke zu Teilen oder Seitentriebe zu verpflanzen. Die dritte und praktikabelste Lösung ist die Vermehrung mit Stecklingen. Dazu werden etwa sieben Zentimeter lange Triebe abgeschnitten. Wer die Triebspitze mit den Fingern herauskneift, bekommt eine Pflanze, die sich von Beginn an gut verzweigt. Wer besonders hohe Pflanzen möchte, sollte das natürlich nicht tun. Das untere Drittel des Stecklings wird von den Blättchen befreit und dann in Anzuchterde gesteckt. Auch hierfür sollte die Erde mit etwas grobem Sand gemischt werden, um sie mager zu machen. Hilfreich für das Anwurzeln ist das Eintunken in ein Bewurzelungspulver, bevor die Stecklinge in die Erde gesteckt werden. Noch benötigen die Stecklinge kaum Sonne, daher ist hierfür ein höchstens halbschattiger Standort zu wählen, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell verloren geht.

Bildnachweis:
Titelbild – Lavendel CC0 Public Domain-Pixabay.com

3 Kommentare

  1. welche lavendelsorten sind besonders gut?

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