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Wer seinen Teich perfekt bepflanzen möchte, sollte wichtige Aspekte beachten

Ein Gartenteich ist nicht nur ein optisches Highlight für die Grünfläche vor dem Haus, sondern bietet auch ein wunderschönes Ambiente für seltene Tierarten wie Libellen. Dabei spielt die richtige Auswahl der Pflanzen auf und im Teich eine wichtige Rolle für das biologische Gleichgewicht im Wasser und die Naturbelassenheit des Gartens. Wenn alle Teichbereiche inclusive der Sumpf- und Feuchtzone am Ufer richtig bepflanzt sind, kann auf aufwändige Filtersysteme und chemische Keulen zur Reinhaltung des Wassers verzichtet werden. Neben dem richtigen Zeitpunkt der Bepflanzung ist auch die Entscheidung wichtig, ob wurzelnde Teichpflanzen verwendet werden oder Unterwasser- bzw. Schwimmpflanzen.

Die Pflanzenauswahl ist von unterschiedlichen Kriterien abhängig

Wer sich einen gut geplanten Gartenteich zulegt, der definiert bereits im Vorfeld die unterschiedlichen Zonen mit der individuellen Wassertiefe. Die Flachwasserzone, die nur knapp 30 bis 40 Zentimeter tief ist muss in die Tiefwasserzone in der Mitte des Gewässers führen, wo auch aufgrund des Gefrierschutzes für Fische eine Wassertiefe bis zu einem Meter vorhanden sein muss. Für jede der Zonen gibt es angepasste Teichpflanzen, die bereits beim Kauf entsprechend dieser natürlichen Gegebenheiten ausgesucht werden sollten. Neben der Größe des Teiches ist auch die individuelle Vorliebe des Teichbesitzers, ob er immer wieder die Bepflanzung im Teich ändern möchte oder sich für eine Variante entscheidet, Grundvoraussetzung, ob direkt im Erdreich des Teiches oder in eigenen Pflanzenbehältnissen gepflanzt wird. Auch die Pflanzengattung ist ein wesentlicher Faktor, ob und wie die Einbettung in den Gartenteich erfolgt. Wenn auf klassische Seerosen oder exotische Wasserhyazinthen Wert gelegt wird, ist die Vorgehensweise mit dem Pflanzkübel ratsam, da vor allem die Wasserhyazinthe nicht winterfest ist und während der kalten Jahreszeit im Keller oder Flur aufbewahrt werden sollte. Spezielle Kunststoffwasserpflanzenkörbe erleichtern den Vorgang beim Bepflanzen, da sie einfach im Gartenteich eingelassen werden und jederzeit wieder herausgeholt werden können. Am besten füllt man Substrat, das aus Sand oder magerer Gartenerde besteht, in den Topf und setzt die Pflanze darin an. Um ungewünschtes Algenwachstum im Gartenteich zu vermeiden, sollte hier auf einen leicht sauren PH-Wert geachtet werden. Wenn die bepflanzten Körbe in den Teich eingelassen werden, sollte unbedingt auf die richtige Wasserhöhe Wert gelegt werden, die über den Zeitraum von mehreren Tagen langsam erhöht werden kann. Wenn stark wuchernde Pflanzen wie die Teichrose in Körben oder Behältern im Teich gepflanzt werden, hat der Teichbesitzer den Vorteil, dass das Wachstum kontrollierbar ist und eingegriffen werden kann, falls zu viel Wuchs entsteht.

Teichbepflanzung braucht eine überlegter Reihenfolge

Wenn die wurzelnden Pflanzen gesetzt sind, können die Unterwasserpflanzen und Schwimmpflanzen ihren Platz im Gartenteich finden. Da ein perfekt angelegter Teich über mehrere Zonen und unterschiedliche Wasserzonen verfügt, muss bei der Bepflanzung auf die entsprechenden Gattungen der Gewächse geachtet werden. In jedem Fall ist eine ausreichende, aber gleichzeitig nicht zu heftige Bewässerung und Auffüllen der Wassertiefe wichtig, damit sich die Wurzeln im Untergrund nicht so leicht wieder lösen und die Pflanzen im Teich treiben. Praktisch ist es, wenn beim Setzen von Teichpflanzen in Behältern diese auf entsprechende Stufen, die im Wasser durch unterschiedlich hohe Steine geschaffen werden, gestellt werden können und so die Tiefe innerhalb weniger Tage entsprechend erhöht wird.

Individuelle Pflanzengattungen benötigen spezielle Voraussetzungen

Wer sein Wasser im Gartenteich sauber halten möchte, der sollte auf Unterwasserpflanzen wie Wasserpest oder Laichkraut nicht vergessen. Denn diese produzieren nicht nur Sauerstoff, sondern regeln auch das Nährstoffverhältnis und bieten Lebensraum für kleinere Teichlebewesen. Diese Pflanzen sollten erst ab einer gewissen Temperatur im Teich gepflanzt werden, allerdings ist immer darauf zu achten, dass sich der Wasserstand bei wärmeren Temperaturen oder bei Hitze im Sommer nicht allzu viel absenkt. Auch Wasserschlauch oder Tausendblatt sorgen für reines Wasser, bei deren Bepflanzung im Gartenteich allerdings auf ausreichend Lichtzufuhr geachtet werden sollte. Schließlich sorgen Unterwasserpflanzen wie Nadelsimse und Hornkraut tragen zu einem ausgeglichenen Klima im Teich bei. Bei Schwimmpflanzen ist ebenfalls auf genügend Helligkeit zu achten, weshalb hier beim Einsetzen der Pflanzen genügend Entfaltungsraum vorhanden sein muss und die einzelnen Gewächse nicht zu eng neben einander sein sollten. In der Sumpfzone am Uferrand des Gartenteiches darf der Wasserspiegel nicht tiefer als zehn oder fünfzehn Zentimeter liegen, wobei sich hier Sumpfdotterblumen oder unterschiedliche Wasserlilienarten am wohlsten fühlen. Auch Binsen gedeihen in dieser Zone gut und schaffen ein ganz individuelles Flair.

Der Pflanzvorgang besteht aus Technik und Handarbeit

Wenn die Gewächse in den Teich gepflanzt werden, braucht es tatsächlich richtiges Handwerk, die in diesem Fall mit Wasserarbeit und Schlamm in Verbindung steht. Bei wurzelnden Pflanzen werden diese einfach in das Substrat am Boden gegeben und eventuell mit einem Stein dafür gesorgt, dass die Wurzeln auch am Boden verbleiben. Für Teichpflanzen in einem separaten Behälter kann es helfen, wenn diese im Topf mit Substrat anschließend in das Wasser auf einen Stein gestellt werden und erst nach und nach weiter nach unten auf den Boden gesenkt werden. Um wieder klare Sicht auf den Untergrund im Teich zu erhalten, wird empfohlen, das Einsetzen der Pflanzen immer wieder durch Ruhezeiten zu unterbrechen und zu warten, bis sich das Wasser wieder beruhigt und der Untergrund gesetzt hat.

Dieser Artikel wurde sich gewünscht von: Heike Krause

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Titelbild – Urheber: imageegami / 123RF Lizenzfreie Bilder

Ein Kommentar

  1. Das waren gute Tipps !
    Bitte daran denken : Auch nicht zu viel Pflanzen. In einem gesunden Teichklima wächst alles schneller als wir schauen können.

    Viele GartenGrüße!
    Ingrid

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