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Bild Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern – Tipps zur Pflege und zum Kauf

Im Jahre 1804 brachte Alexander von Humboldt eine Pflanze mit nach Europa, der bald eine größere Bedeutung zu Teil werden sollte. Die Poinsettie, oder auch Christstern, Adventsstern und Weihnachtsstern genannt ist heute eine sehr beliebte Topfpflanze. Doch viele wissen nicht um die versteckten Talente der Pflanze, deren Blätter wie Blüten aussehen.

Manche denken sogar, der Weihnachtsstern wird nach dem Fest einfach weggeworfen, da es sich um ein Gesteck, oder eine Kunstblume handelt. Was wir meist nur zu Weihnachten wahrnehmen und vielleicht auch schon selbst mit dem Restmüll entsorgt haben, ist eine der schönsten Pflanzen auf der Welt. Ob an Weihnachten, im Sommer oder im Frühling, die Pflanzen fühlt sich bei etwas Pflege sehr wohl und strahlt jedes neue Weihnachtsfest, wieder und wieder.

Die Poinesttie

Als wohl eine der schönsten und auffälligsten Zimmerpflanzen, wird der Weihnachtsstern oft nur in die Weihnachtszeit eingeordnet. Doch es handelt sich um eine Pflanze, welche aus subtropischen tropischen Klimazonen nach Europa gebracht wurde und auch dort bei etwas Pflege, lange Freude schenkt. Die Pflanze ist bekannt für die tiefroten, sternenförmigen Blätter, welche von vielen für die Außenblätter der Blüte gehalten werden.

Pflanzenart

Weihnachtsstern
Weihnachtsstern

Der Poinesttie stammt aus der weiteren Gattung Wolfsmilch, gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Die Blütezeit reicht von November bis Januar, doch kann durch einen kleinen Trick mit der Beleuchtung auch weit länger gezogen werden. In den südlichen Ländern herrscht ab November ein tag mit weniger als 12 Sonnenstunden. Diesen Umstand hat der Weihnachtsstern in unseren Breitengraden öfter, da hier die Tage bedeutend kürzer sind.

Wird die Pflanze unter 12 Stunden beleuchtet, kommt sie in die Blüte, wird diese zu viel beleuchtet, fallen nicht nur die Blütenblätter ab, auch die markanten roten Blätter, welche oft mit der Blüte an sich verwechselt werden, färben sich grün. Doch mehr zur Pflege gibt es später. Der Weihnachtsstern ist das schönste aller Wolfsmilchgewächse und wird in verschiedenen Blattfärbungen gezüchtet. Dabei gilt für jede der Farben: Steigen die Sonnenstunden, oder die Dauer des Lichteinflusses, auch durch künstliches Licht, über 12 Stunden, verliert der Weihnachtsstern die Farbe. Sobald die Lichtstunden weniger werden, kommt diese wieder zurück.

Die Herkunft

Der Weihnachtsstern kommt am häufigsten in tropischen Laubwäldern vor, welche sich zum Beispiel in Mexiko, Mittel- und Südamerika befinden. Die weiteste Verbreitung erfährt die Pflanze in Mexiko, den karibischen Inseln, Brasilien, Argentinien und Venezuela. Doch auch in Afrika, Australien und im Mittelmeerraum sind natürliche Bestände der Pflanze bekannt.

Besonderheiten

Der Weihnachtsstern verliert bei zu viel Sonneneinstrahlung seine Farbe, bekommt grüne Blätter. Dies kann man im Sommer vermeiden, wenn man ihm eine kleine Dunkelkammer baut. Da das Chlorophyll für das Wachstum der Pflanze gut ist, sollte eine Verdunklung nicht ganzjährig geschehen. Die Pflanze behält so zwar die Farbe, doch wird gestresst. Wenn es im Herbst von alleine früher dunkler wird, reicht es, die Pflanze in einen Raum zu stellen, der nicht permanent zusätzlich künstlich beleuchtet ist.

Der Weihnachtsstern das ganze Jahr am Fensterbrett

Weihnachtsstern
Weihnachtsstern in einem dunklen Raum

Viele halten den Weihnachtsstern für ein künstlich hergestelltes Schmuckelement. Die Schönheit der Blätter und die intensive Färbung lassen selten vermuten, dass die Pflanze echt ist. Auch ihre dicken, ledrig anmutenden Blätter wirken künstlich. Am besten ist es, wenn man immer dazu sagt, wie die Pflanze gegossen werden muss, dann ist es jedem klar, dass es sich um eine echte Pflanze handelt. Die Pflanze nach einigen Wochen zu entsorgen wäre wirklich schade, da ihre Schönheit so verloren geht.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege als Zimmerpflanze setzt sich aus den üblichen 4 Eckpunkten zusammen: Erde, Licht, Wasser und Düngung. Da der Weihnachtsstern aus trockenen, warmen Gebieten kommt, sollte er nicht zu oft gegossen werden. Je nach der Größe des Blumentopfes, sollte die Pflanze alle 5-7 Tage in einem Tauchbad getränkt werden. Dafür wird Sie für 5 Minuten in handwarmes Wasser gehalten. Nachdem sich die Pflanze und das Substrat im Topf vollgesogen haben, lässt man die Pflanze kurz abtropfen und stellt Sie wieder in den Übertopf.

Bei einem Wasserbad wird nur der Topf, die Erde und das Wurzelwerk in das Wasser gehalten. Lässt die Pflanze ihre Blätter leicht hängen, steht diese zu trocken und warm. Sobald die Blätter gelblich werden, wird zu viel gegossen. Die Pflanze kann zwischen dem Gießen ruhig für einen Tag komplett trocken stehen, sofern die Sonne nicht zu stark und zu heiß scheint. Gegossen wird im Idealfall mit Regenwasser oder 1-2 Tage abgestandenem Leitungswasser.

Die Düngung erfolgt mäßig in der Vegetationsphase der Pflanze, von April bis September. Der optimale Boden für die Pflanze ist eine Mischung aus Blumenerde und Tongranulat oder Kakteenerde mit Tongranulat.

Die Vermehrung

Die Vermehrung der Pflanze kann über Stecklinge erfolgen. Hat man einen Weihnachtsstern schon seit einigen Jahren, so wird dieser bei einem geeigneten Topf schnell größer. Es reicht aus, einen Trieb der Pflanze mit 2-3 Blättern abzuschneiden, diesen dann in lauwarmes Wasser zu halten, bis keine “Milch” mehr austritt.

Tongranulat eignet sich bestens zum Einsetzen der Stecklinge. Diese dürfen nur mäßig von unten feucht gehalten werden, ohne im Wasser zu stehen. Dies fördert das Wurzelwachstum enorm, da die Pflanze die Wasserader im tiefen Erdreich vermutet. Bei ca. 20°C und in mäßiger Dunkelheit, wurzelt die Pflanze am schnellsten.

Achtung: Die Milch und die Teile der Pflanze sind giftig, diese dürfen nicht verzehrt werden. Auch Hautkontakt sollte vermieden werden,d a es zu Reizungen kommen kann. Konsultiere bei Verschlucken oder ähnlichem direkt einen Arzt!

Weihnachtssterne
Züchtung von Weihnachtssternen

Tipps für einen strahlenden Weihnachtsstern

Um lange Freude an einem Weihnachtsstern zu haben, muss man schon beim Kauf aufpassen. In einem Laden, der die Tropenpflanze draußen im kalten stehen lässt, solltest du diese nicht kaufen. Wer einen “Tropen” bei Temperaturen unter 15-20 Grad draußen stehen lässt, hat kein Wissen zur Pflege der Pflanze. In diesem Laden solltest du die Pflanze nicht kaufen. Ist der richtige Blumenladen gefunden und eine schöne Pflanze mit kräftigen Blattverbindungen ausgewählt, gilt es diese gut zu verpacken. Schon wenige Minuten im Frost oder zu kühlen Temperaturen können dafür sorgen, dass der Weihnachtsstern seine Blätter abwirft. Diese Reaktion ist für Tropen recht üblich. Der gute Blumenhändler weist dich auch selbst darauf hin.
Für das Aussetzen von Stecklingen, empfehlen wir “Weidenwasser”. Dafür müssen ein paar grüne Äste einer Weide abgeschnitten und über ein paar Tage in Wasser gelegt werden. Werden die abgeschnittenen Pflanzenteile dann in das Weidenwasser gehalten, wurzeln sie noch schneller. Ist der Weihnachtsstern zu hoch gewachsen, bietet sich das Verschneiden 2-5 cm über den verholzten Astgabeln an. Somit erhältst du gleich gute Stecklinge zur Vermehrung. Das Verschneiden sollte im Januar stattfinden
Der Weihnachtsstern sollte im Sommer an direkte Sonneneinstrahlung gewöhnt werden. Kleine Pflanzen müssen unbedingt vor der Mittagshitze geschützt werden, da diese sonst sehr schnell austrocknen und welken.

Weihnachtsstern
Weihnachtssternblüten

Für Hinweise, Kommentare und Fotos ist unsere Redaktion natürlich immer aufgeschlossen und dankbar.
Beachtest du diese Hinweise, wirst du lange Freude an einer der schönsten Pflanzen der Welt haben.

Bilder: Pixabay.com/de/

Ein Kommentar

  1. Zu Weihnachten habe ich einen wunderschönen Weihnachtsstern geschenkt bekommen und möchte jetzt ausprobieren, den richtigen Standort für das ganze Jahr zu finden. Damit er hoffentlich nächstes Jahr zu Weihnachten wieder in prachtvollem Rot blüht.

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