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Hochbeete richtig befüllen und bepflanzen

Die erntefrische Wunderwelt der Hochbeete

Immer wieder ist das Hochbeet in aller Munde. Was genau macht es aber zum populären Dauerbrenner, welcher irgendwie zunehmend immer mehr Liebhaber findet?

Wunderwerk Hochbeet

Das klassische Hochbeet hält mittlerweile nicht nur im Kleingarten oder hinter dem neugebauten Einfamilienhäuschen Einzug. Auch Institutionen und Einrichtungen, wie Kitas, Schulen, Tagespflegen für ältere Menschen finden immer öfter Gefallen an diesen Exemplaren. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sogar auf dem Balkon oder der noch so engen Terasse gehört das kleine Gemüseparadies oft bereits zum Inventar. Mit speziellen Balkonhochbeeten verwandelst du deinen Balkon oder deine Terrasse in ein kleines Gartenparadies. Achte dabei bitte auf die Qualität und sieh von Billigangeboten ab. Wenn die Bepflanzung gut geplant wird, kann sogar mehrmals pro Jahr geerntet werden. Außerdem gedeihen die Gemüsepflanzen auf dem Hochbeet üppiger. Der Ertrag ist dadurch insgesamt höher.

Gemüse im Hochbeet pflanzen
Viele Gemüsesorten gedeihen im Hochbeet besser! Bildquelle: @Ilona Koglin / pixelio.de

Abwechslungsreiche Ernte für Genießer

Herbst oder gar das zeitige Frühjahr sind ideale Zeitpunkte, um ein neues Hochbeet zu errichten. Von Februar bis Oktober kann dieses nun bepflanzt werden. Bei Einsatz entsprechender Frostschutzmaßnahmen, beispielsweise durch gezielte Abdeckung mit Folie, Zeitungspapier oder Vlies, bietet dieser Platz auch einen idealen Ort zur Anzucht von Jungpflanzen. Ebenso können winterharte Sorten, wie Feldsalat oder Winterportulak das Beet über die kalten Monate besiedeln. Porree oder Rosenkohl zählen im Übrigen auch dazu.

Im ersten Anbaujahr ist es ratsam, das Hochbeet mit Starkzehrern zu bepflanzen, da der Boden mit reichlich Nährstoffen ausgestattet ist. Diese Pflanzen speichern kein Nitrat. Alle Sorten werde ihrer Größe nach eingesetzt. Höhere Arten finden ihren Platz in der Mitte des Beetes und die niedrigen entsprechend am Rand.

1. Jahr: Starzehrer gedeihen prächtig

Tomatenpflanzen fürs Hochbeet
Tomaten sind Starkzehrer, die schon im ersten Jahr gepflanzt werden können.
  • Kohlsorten
  • Zwiebeln
  • Lauch
  • Karotten
  • Gurken
  • Bohnen (Buschbohnen, Stangenbohnen)
  • Tomaten
  • Zuckererbsen

Nach der Ernte dürfen auch Mittel- und Schwachzehrer auf dem Hochbeet gedeihen. Dabei ist es empfehlenswert, wenn durchgängig Mischkulturen angelegt werden. Schließlich schützen diese sich nicht nur gegenseitig vor Schädlingen, sondern ergänzen sich auch im Boden ideal. Jede Pflanze zieht genau die Nährstoffarten aus dem Boden, welche sie benötigt.

2. Jahr: Mittelzehrer

Als Folgesaaten sind Salat, Rettich oder Chinakohl ideal. Auch für Kartoffeln, Dill, Borretsch und Majoran ist der Boden nun wie geschaffen. Diese Mischkulturen ergänzen sich hervorragend mit anderen Kräutersorten.

Kohlrabi
Kohlrabi gehört zu den Schwachzehrer und wird im 3. Jahr angebaut.

3. Jahr: Schwachzehrer

Nun ist es im dritten Jahr an der Zeit für Schwachzehrer. Der Gartenfreund kommt in den Genuss von Rosenkohl, Wirsing, Weißkohl und Kohlrabi. Übrigens ist es auch im diesem Jahr möglich, frischen Salat in verschiedensten Sorten anzubauen.

4. Jahr: … noch mehr Vitamine

Sogar im vierten Jahr bietet ein Hochbeet noch reichlich Nährstoffe für die kommende Generationen. Lauch, rote Beete, Petersilie oder Schwarzwurzeln gedeihen nun prächtig. Nach dieser Anbausaison ist es empfehlenswert, den Boden im Hochbeet auszutauschen. Die alte Erde kann beispielsweise hervorragend in die Beete des Gartens eingearbeitet werden.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Sorten, welche in unseren Gefilden sehr gut gedeihen. Beispielsweise ist es immer möglich, in den Genuss von frischen Kräutern auf dem Hochbeet zu kommen. So spielen Erdbeeren, Fenchel und Knoblauch auch in unserer Klimazone eine besondere Bedeutung. Gern werden beispielsweise vorgezogene Chicoreepflänzchen als Folgesaat im Sommer gesetzt. Diese können mit gutem Gewissen bis Oktober gedeihen.

➥ Es ist nicht empfehlenswert, das Hochbeet mit wuchernden Pflanzen wie Kürbis, Zucchini oder Rhabarber zu bepflanzen. Diese würden den gesamten Raum des kleinen Beetes einnehmen.

Glänzende Vorteile für ertragreichen Anbau
  1. Vitamine & Mineralstoffe im Überblick
    Nicht nur Anfänger der Gartenkunde, sondern vielmehr auch Fortgeschrittene lieben diese Anbauvariante. Auf einem übersichtlichen Gebiet macht die Anzucht, als auch die Pflege oft mehr Freude. Schließlich verirren sich Schnecken & andere Zeitgenossen nicht so schnell zu ihrer Beute. Außerdem lässt sich Unkraut auf kleinerem Raum effektiver ohne chemische Zusätze per Hand entfernen. Dies hat zur Folge, dass der gesamte Arbeitsaufwand sinkt, während der leckere Ertrag ganzjährig steigt.
  2. Wühlmaus adieu
    Ein Hochbeet ist ebenso eine wunderbare Alternative für Gärten, welche von Wülmäusen nur so tummeln. Da im unteren Bereich ein Gitter das Hochbeet abschließt, kommen die kleinen Nager nicht an Kartoffeln, Karotten & Co. dran. Dieser kleine Kniff hat wiederum den Vorteil, dass kein Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden muss. Obst und Gemüse können auf ökologischer Basis gesund genossen werden.
  3. Immer auf Augenhöhe
    Die klassische Gartenarbeit auf dem Boden kann oft im Alter, für Mamas mit Babys im Tragetuch oder für Menschen mit besonderen Ansprüchen nicht mehr genossen werden. Meist ist die Tiefe der Beete die Ursache. Mit einem Hochbeet wird diese Hürde umgangen. Je nach Bedarf kann dieses Beet nach individueller Höhe errichtet werden. Auf diese Weise kommen Rollstuhlfahrer beispielsweise wieder in den Genuss leichter Gartenarbeiten.

Ein Hochbeet selbst bauen

Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr Gartenliebhaber für den Bau eines Hochbeetes. Im Grunde genommen liegt der Knackpunkt nicht in der Größe der Fläche, sondern vielmehr in Kombination des Bodens.

Hochbeet für Salat
Achte auf die Auswahl des Holzes für dein Hochbeet!

Im ersten Schritt wird dafür ein Holzgestell errichtet. Die Größe und Stärke der verwendeten Bretter ist abhängig von der schlussendlichen Wunschgröße des Beetes. Alternativ können Steine als Umrandung gesetzt werden. Für eine rückenschonende Bearbeitung des Hochbeetes im Stehenist eine Höhe von circa 90 bis 120 cm ideal. Die Breite sollte maximal 130 cm betragen, damit jedes Pflänzchen bequem erreichbar ist. Für die Länge gibt es keine Einschränkungen. Diese richtet sich nach den individuellen Ansprüchen des Hobbygärtners.

Ähnlich einem Hügelbeet besteht die unterste Schicht aus Ästen. Darauf werden geschnittene Zweige gegeben. Diese Schicht wird mit trockenem Laub oder Stroh bedeckt. Sollte frisch gemähtes Gras zur Verfügung stehen, so kann diese den Abschluss bilden. Nun folgt lebendige Komposterde als nährstoffreiche Grundlage. Darüber bildet feine Pflanzerde den Abschluss. Auf dieser kann sich der Pflanzenfreund nun quasi austoben: Pflanzen und aussäen, ernten und Folgesaaten für winterharte Sorten anlegen.

Hochbeet selber bauen

Damit erlebt das sommerliche Abendessen eine vitaminreiche aus dem hohen Mini-Garten. Alternativ kann ein Hochbeet auch mit Blumen bepflanzt werden. Ein Meer strahlender Blüten verzaubert auf diese Weise viele Ecken.

Bilder:
Titelbild: Urheberrecht: amifreed / 123RF Stockfoto
Tomaten – osaro / Pixabay.com
Kohlrabi – Lebensmittelfotos / Pixabay.com
Hochbett für Salat – Urheberrecht: skystorm / 123RF Stockfoto

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