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Die Pflege von Hortensien

Hortensien sind genügsame Pflanzen, die relativ leicht zu pflegen sind. Hortensien, die direkte im Gartenboden wachsen, brauchen eine regelmäßige Wasserversorgung, bei der darauf geachtet werden sollte, dass der Boden feucht bleibt. Vor allem in den warmen Sommermonaten muss auf eine ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden, ohne dass die Pflanzen in Staunässe stehen. Im Kübel stehende Pflanzen dürfen auf keinen Fall austrocknen.
Insofern ist als Grundlage ein guter Boden die wichtigste Voraussetzung für das Gedeihen von Gartenhortensien. Achte auf Gartenerde, die die Feuchtigkeit halten kann. Schwere Erde sollte mit Humus aufgelockert werden, da ansonsten das Risiko für Staunässe besteht. Die kleinen Zimmerhortensien können in der warmen Jahreszeit in das Blumenbeet ausgepflanzt werden.

Das richtige Schneiden

Die Sorte bestimmt, ob und in welcher Art eine Hortensie geschnitten werden muss. Dennoch kann generell gesagt werden, dass Hortensien keine regulären Pflegemaßnahmen durch einen Schnitt benötigen.
Bei der Kletterhortensie, der Tellerhortensie, Japanhortensie und Bauernhortensie reicht es aus, wenn du die verblühten bzw. abgestorbenen Pflanzenteile entfernst. Sollten nach dem Winter einige Triebe erfroren sein, können diese ebenfalls abgeschnitten werden. Dabei reicht ein kurzer Schnitt der Pflanze völlig aus, um im Sommer wieder schön zu blühen.
Ein zu tiefer Schnitt kann für fehlende Blüten im folgenden Jahr sorgen.

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass alle Sorten die spät blühen, einen Rückschnitt im Winter vertragen. Sorten, die im Frühling bzw. zu Beginn des Sommers blühen, benötigen keinen Schnitt, um die Entwicklung der Blüten nicht zu stören.

Die richten Sorten für einen Rückschnitt

Eine Sorte, die einen kräftigen Schnitt im Winter verträgt, ist die Rispenhortensie. Nach dem starken Schnitt wird sie im nächsten Jahr wieder buschig wachsen und eine volle Blütenpracht entwickeln. Die Eichenblättrige Hortensie und die Waldhortensie gehören ebenfalls zu den Sorten, die im Winter stark zurückgeschnitten werden können und im darauf folgenden Sommer herrlich gedeihen und wunderschöne Blüten hervorbringen.
Die Kletterhortensie wächst in der Regel gern am Mauerwerk. Während der Wachstumsphase können die Pflanzen ein erhebliches Gewicht entwickeln. Dabei droht die Gefahr, dass die Pflanze sich von der Mauer ablöst, abbricht und herunterfällt. Insofern dient der Schnitt der Kletterhortensie nur dazu, das Gewicht der Blühpflanze zu reduzieren und allzu lange Triebe abzuschneiden.

Der richtige Dünger

Die genügsamen Pflanzen benötigen dennoch einen Dünger mit einem hohen Anteil an Stickstoff und wenig Phosphat. Universaldünger eignen sich hier nicht, da Blaukorn und andere Dünger zu viel Phosphat aufweisen. Gut sind Dünger, die für Azaleen oder Rhododendron genutzt werden. Sie enthalten die richtige Mischung für die schönen Blühpflanzen.
Sollten die Blüten einer Hortensie wieder pink erscheinen, so liegt der Fehler in einem zu hohen Anteil an Phosphor und muss dahin gehend verändert werden.
Einer Hortensie, die im Topf als Zimmerpflanze steht, sollte dem Gießwasser Flüssigdünger zugegeben werden. Sie benötigen die Flüssigdüngung in den Monaten März bis August.
Für Pflanzen, die im Garten stehen, eignen sich Langzeit-Dünger, die ebenfalls im Frühjahr und Frühsommer in die Erde eingearbeitet werden.
Grundsätzlich ist Regenwasser für die Hortensie, aber auch für alle anderen Blühpflanzen günstiger als Leitungswasser. Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst du mit dem Regenwasser aus dem Garten auch die Pflanzen im Haus gießen.

Erkrankungen von Hortensien

Das Wort “Hortensie” stammt von dem lateinischen Wort “hortensius” ab. “Hortus” bedeutet “Garten” oder “dem Garten angehörig”. Insofern ist zu erkennen, dass sich die Hortensie im Garten wohlfühlt und sich von Krankheiten schützen kann. Daher wird sie selten von Schädlingen oder Erkrankungen befallen werden. Dennoch können Blatt- oder Schildläuse bzw. Spinnmilben Zimmerhortensien bedrängen. Um die Pflanze langfristig zu stärken, ist es günstig, sie im Sommer auszupflanzen oder sie in einen größeren Topf zu pflanzen.

Wirkliche Krankheiten stellen die Chlorose und der echte Mehltau dar.
Erkrankt eine Pflanze an der Chlorose, zeigt dies, dass sich im Boden zu wenig Eisen befindet und/oder ein zu hoher pH-Wert der Pflanze zu schaffen macht. Die Chlorose macht sich durch grüne Adern auf gelben Blättern bemerkbar. Um den Boden zu verbessern, ist die Zugabe von saurer Erde (zum Beispiel Erde für Rhododendron oder Torf) oder durch das gezielte Düngen angezeigt.
Der echte Mehltau dagegen ist eine Krankheit, die viele Blühpflanzen im Garten befallen kann und schwer zu behandeln ist. Um Mehltau zu bekämpfen, kannst du eine Lauge aus Schachtelhalmkraut oder frischem Knoblauch und Zwiebeln aufsetzen. Die Brühe abgedeckt einige Tage ziehen lassen und die Pflanzen besprühen. Wenn du fertige Produkte bevorzugst, bieten Gärtnereien oder Baumärkte unterschiedliche Mittel gegen echten Mehltau.

 

Der Artikel wurde sich gewünscht von: Katrin Rott

Bildnachweis:
Titelbild – Hortensien CC0 Public Domain-Pixabay.com

Ein Kommentar

  1. Janine Reichel

    Eine Kletterhortensie habe ich mir endlich auch mal letzte Woche bestellt. Ich hatte bis dato immer nur Hortensien im Blumenkübel und bin damit ganz gut zurechtgekommen. Nun hoffe ich auch, dass mir das bei meiner Kletterhortensie ( baldur-garten.de/produkt/2385/detail.html ) ebenso gelingt. Ein passendes Mauerwerk habe ich mir schon an unserem Haus dafür ausgesucht. Vielen Dank für die hilfreichen Infos hier! 🙂 Liebe Grüße Janine

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