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Bild Geranium

Geranium: Sorten und nützliche Pflegetipps!

Die Blütenvielfalt und Farbenpracht der verschiedenen Storchschnabelsorten lassen jedes Gärtnerherz höher schlagen. Weltweit gibt es geschätzte 380 – 430 unterschiedliche Varianten, der pflegeleichten Geranium-Arten. Jede Blüte des Storchschnabels hat fünf Blütenblätter. Das Farbspektrum deckt jede Wunschvorstellung ab. Angefangen bei Weiß, Blau, Rosa, Violett bis hin zu den unterschiedlichsten Magentatönen. Das Geranium passt somit in jeden Garten!

Den Namen Storchschnabel erhielt diese Schönheit, weil sich nach der Befruchtung, der Blütengriffel verlängert, welcher somit dem Schnabel eines Storchs ähnelt. Hierbei unterscheidet man zwischen einer Balkon-Geranie und dem Garten-Geranium. Beide gehören zu der Gattung der Storchschnabelgewächse, jedoch ist nur das Geranium wirklich für den Garten gedacht, da diese, im Gegensatz zur Geranie, über die notwendige Winterhärte verfügt.

Die schönsten Sorten für den Garten!

Der Pracht-Storchschnabel

Wie der Name schon sagt, diese Pflanze ist ein richtiger Eyecatcher. Der Pracht-Storchschnabel wird bis zu 60 cm hoch und besticht mit seinen zahlreichen, großen Blüten, die dicht aneinandergereiht wachsen. Die Stauden wirken am schönsten, wenn man diese mit Pfingstrosen anpflanzt. Der einzige Nachteil: Die Pracht-Geranie blüht nur einmal im Jahr und das leider nur für einen kurzen Zeitraum.

Blutroter Storchschnabel

Wer auch für den Herbst eine schöne Zierde sucht, wird mit dem blutroten Storchschnabel seine Freude haben. Die nur 30 cm hohe Pflanze wächst gerne in Töpfen und großen Kübeln. In Verbindung mit Rosen ist diese Geranie ebenso prachtvoll, wie der Pracht-Storchschnabel.

Storchschnabel
Der blutrote Storchschnabel / Bild: Pixabay.com/de – Hans

Der Oxford-Storchschnabel

Wenn du ein Geranium suchst, welches viel Schatten verträgt, dann ist der Oxford-Storchschnabel geeignet. Die Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und 60 cm breit, deshalb empfiehlt es sich nicht, diese zwischen Rabatten anzulegen, da sie zu dominierend wirkt. Es ist sogar möglich, dass die langen Triebe andere Sträucher komplett überwachsen. Die rosanen Blüten beginnen ab Juni zu blühen.

Der Himalaja-Storchschnabel

Diese Sorte hat die üppigsten Blüten, die zumeist eine rosarote oder violettblaue Tönung erhalten. Die Gewächse werden ca. 40 cm hoch und lieben die Sonne. Empfehlenswert ist eine Verbindung mit Rosen.

Grauer Storchschnabel

Dieses Geranium ist insbesondere für Steingärten, aber auch für den Balkon als Kübelpflanze geeignet. Die Pflanzen wachsen bis zu 15 cm hoch und werden doppelt so breit. Zwischen Juni und September erscheinen die Blütenstände mit hübschen zartrosanen oder weißen Blüten.

Weitere beliebte Sorten sind:
  • Sumpf-Strochschnabel: Blütezeit von Juni bis September, geeignet für Bachläufe und zur Teichzierde.
  • Patricia: Höhe bis zu 70 cm, auffällige Staude mit einem schwarzen Auge und magentafarbigen Blüten.
  • Rebecca Moss: robuster, winterharter Bodendecker, Blütezeit Juni bis August mit fliederfarbigen Blüten.
  • Philippe Vapelle: geeignet für Trockenperioden, wildlederähnliche, violette Blütenblätter.

Die perfekte Pflege für das Geranium!

Trotz der unterschiedlichen Beschaffenheit und der optischen Vielfalt, verläuft die Pflege der verschiedenen Geranienarten weitgehend einheitlich. Für jeden Boden bzw. Standort im Garten gibt es mehrere einsetzbare Storchschnäbel.

Die Qualität der Erde benötigt folgende Voraussetzungen, damit die Pflanzen richtig gedeihen können:
  • entweder sandig-lehmig oder frisch und feucht
  • aufgelockert und durchlässig
  • auf keinen Fall zu kalkhaltig oder übersäuert
  • nährstoffreich

Den Storchschnabel richtig schneiden und gießen!

Wenn du die Geranie nach den ersten Blüten etwas zurückschneidest, bedankt sich die Pflanze häufig mit einer Nachblüte. Hierfür werden die Stiele, inklusive verblühter Blüten, knapp unter dem Boden abgeschnitten. Die Blattrosette sollte dabei nicht zu beschädigt werden. Zudem kann man mit etwas flüssigem Dünger nachhelfen, somit entscheiden sich die meisten Pflanzen für eine Zweitblüte.

Folgende Geranium-Arten blühen gerne ein zweites Mal: Brauner Storchschnabel, Rosa Storchschnabel, Pracht-Storchschnabel, Garten-Storchschnabel, Wiesn- Storchschnabel, Wald-Storchschnabel, Himalaja-Storchschnabel und der Clarkes-Storchschnabel.

Um Pilzinfektionen vorzubeugen, sollte das abgestorbene Laub, rechtzeitig im Frühjahr entfernt werden, nur so schaffst du Platz für den neuen Austrieb. Wer Bodendecker-Geranium zurückschneiden möchte, kann das auch mit einem Rasenmäher tun, dieser muss dann auf die maximale Schnitthöhe eingestellt werden.

Das Gießen der Pflanzen muss auf die jeweilige Geranium-Art abgestimmt werden. Grundsätzlich darf sich bei Geranien keine Staunässe bilden, zudem sollte man regelmäßig die Daumenprobe machen, um ein Austrocknen zu verhindern. Eine Beregnung von Blättern und Blüten ist mit Bedacht vorzunehmen, die Pflanzen neigen sehr dazu Pilze zu bilden. Deshalb ist es empfehlenswert, das Geranium entweder in den Abendstunden oder am Morgen, direkt an der Wurzel zu bewässern.

Geranium
Im frühen Sommer ist die Hauptblütezeit / Bild: Pixabay.com/de – Herrmann

Die richtige Pflanzzeit und die Blütezeit!

Um mit dem Einpflanzen zu beginnen, ist der Monat Mai sehr gut geeignet, da es zu dieser Jahreszeit weder zu heiß noch zu kalt ist. Die Erde kann bereits aufgelockert werden und ist nicht mehr gefroren. Ein weiterer guter Termin wäre Ende August bis spätestens Oktober, noch bevor die Kälte einsetzt.

Die Blütezeit der Geranien ist auch von der Sorte abhängig. Die meisten Arten entfalten ihre volle Pracht zwischen Mai und Juli. Beispielsweise der blutrote Storchschnabel trägt seine Blüten sogar bis September.

Wie pflanze ich richtig um?

Im Normalfall ist das Umpflanzen der Geranien kein großes Problem. Suche dir einen milden Tag im Frühjahr aus, am besten im April oder Mai. Versuche möglichst viel Wurzelvolumen auszugraben. Sollten die Wurzelstränge viel zu lang sein, kann man diese einfach mit einem Messer oder einer Schere abtrennen. Wichtig ist nur, dass die Pflanztiefe an dem anderen Standort beibehalten wird. Damit die Wurzeln an ihrem neuen Platz möglichst schnell die Ärmchen verlängern, muss die Pflanze nun regelmäßig gegossen werden, ohne diese zu ertränken.

Wann muss ich das Geranium düngen?

Auch hier gilt, dass man die Nährstoffversorgung auf die jeweilige Sorte abstimmen muss. Ein kleiner Zwerg-Storchschnabel, mit nur 15 cm Höhe, benötigt natürlich wesentlich weniger Dünger, als ein Pracht-Storchschnabel mit 70 cm Höhe. Generell gilt jedoch für alle Arten, dass mit dem Düngen im Frühjahr, nach dem Rückschnitt, begonnen werden sollte. Danach empfiehlt es sich alle 2 – 4 Wochen, am besten mit etwas Kompost, nachzudüngen. Und das mindestens bis Ende Juli, wenn nicht sogar bis August! Spätestens ab August kann das Düngen eingestellt werden, damit die Pflanze Zeit hat, sich auf die Wintermonate vorzubereiten!

Noch ein Tipp: Damit sich die Pflanzen richtig entfalten können, brauchen diese den passenden Abstand zu anderen Pflanzen. Hier gibt es einen ganz einfachen Trick.

Wenn du zum Beispiel einen Grauen Storchschnabel mit einer gewünschten Breite von 10 – 15 cm haben möchtest, dann sollte der Pflanzabstand ebenfalls 10 – 15 cm betragen.

Titelbild: Pixabay.com/de – Hans

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