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Kletterrosen richtig schneiden

Natürlich ist es gar nicht so einfach, Kletterrosen regelmäßig zu schneiden. Die Pflege der einzelnen Wuchsrichtungen, besonders in den Höhen erfordert einigen Einsatz, den du je nach Werkzeug und Ausstattung unter Umständen gar nicht so einfach leisten kannst. Umso wichtiger ist es, dass die Basispflege im Vorfrühling gewissenhaft und gründlich durchgeführt wird. Speziell bei der Kletterrose kann das wie folgt getan werden.

Grundschnitt im Vorfrühling

Den richtigen Zeitpunkt für den Grundschnitt im Vorfrühling erkennt man an den Knospen. Beginnen diese anzuschwellen, lässt der Frühling nicht mehr lange auf sich warten. Da der Rosenschnitt jedoch vor Beginn des Frühlings erfolgen muss, darfst du jetzt nicht mehr warten, sondern musst loslegen, da die Pflanzen andernsfalls verletzt werden. Bei Rosen gilt für die Bestimmung dieses Zeitpunkts die Devise: Lieber zu früh als zu spät. Werden Kletterrosen beschnitten, die bereits austreiben, stoppt das Wachstum für eine Weile und die Kletterrosen werden nicht so dicht wachsen und üppig blühen wie im Vorjahr. Ist man sich nicht sicher, so sollte man lieber bereits im Winter scheiden. Doch wie schneidet man die Kletterrose richtig?

Kletterrosen richtig schneiden

Genau genommen sind Kletterrosen deutlich pflegeleichter als Rosen im Allgemeinen. Beim Grundschnitt der Kletterrosen gibt es nichts spezielles zu beachten. Wie üblich bei Kletterpflanzen werden die dünnen Zweige und die in nicht gewünschte Richtungen wachsenden Zweige entfernt. Wichtig für das optimale Wachstum der Rosen sind die starken Äste. Hier bilden sich die meisten Verzweigungen und Blüten. Das gilt jedoch nur dann, wenn die Äse waagerecht wachsen. Man sollte bei den Kletterrosen also alle starken und gesunden Äste waagerecht abbinden. So bekommt man in der Blütezeit eine starke Verästelung und zahlreiche Blüten.

Richtig vorbereiten erspart Arbeit

Natürlich wird es mit der Zeit deutlich aufwendiger, Kletterrosen zu schneiden. Immer höher wachsen die Kletterpflanzen und man kommt nicht mehr so gut heran. Doch das ist kein Problem, wenn man den Schnitt Jahr für Jahr korrekt ausführt. So wird die Arbeit sogar immer weniger und die Kletterrosen wachsen fast von allein in die richtige Richtung. Am Anfang dieser Arbeit lässt man von der Kletterrose alle starken Triebe, jedoch mindestens drei dieser Sorte stehen und sorgt dafür, dass sie senkrecht wachsen. Anschließend schneidet man alle Seitentriebe in einer Höhe von circa 10 cm ab. So wächst die Kletterrose dicht und blüht reich. Hat man genügend Haupttriebe zur Verfügung, kann man auch einfach alle Seitentriebe abschneiden und neu wachsen lassen. Ist die Kletterrose erst einmal so weit, hat man kaum noch Arbeit mit dem jährlichen Schnitt. Das Schneiden zwischendurch entfällt in diesem Fall dann völlig.

Nicht zu zaghaft

Besonders die Sorten “White Kokade” und “New Dawn” wachsen schön dicht und blühen nicht nur viel, sondern auch häufig. Das macht auch die Faszination dieser beiden Rosensorten aus. Doch wenn sie von unten hochwachsen, gibt es zwei Probleme. Zum einen werden sie dann unten immer dünner und zum anderen fällt die Pflege in der Höhe schwerer. Deshalb ist es wichtig, sich die Kletterpflanzen richtig zu erziehen. Dazu gehört das Ausbilden und vor allem waagerechte Abbinden von Haupttrieben. Macht man das konsequent und nicht zu zaghaft, ist das die einzige Pflege, die die Kletterrose benötigt. Zwischendurch verblühte Stellen herauszuschneiden ist dann nicht mehr notwendig.

Dieser Artikel wurde sich gewünscht von: Angelika Budde

Bildnachweis:
Titelbild – Kletterrosen CC0 Public Domain-Pixabay.com

2 Kommentare

  1. Vielen lieben Dank für diesen Beitrag! Es hat mir sehr geholfen.

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