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Bild Schnecke auf einer Blume

Nach dem Hochwasser kommt die Schneckenplage

In den letzten Wochen machte das Hochwasser immer wieder Schlagzeilen. Viele tausend Menschen in Deutschland waren betroffen. Auch Gärtner mussten sicherlich viele Verluste in den Hochwasser-Gebieten hinnehmen. Jetzt kommt auf Gartenfans die nächste Herausforderung zu: Schnecken. Durch das vielerorts sehr nasse Wetter wurde die optimale Grundlage für Schnecken geschaffen. Diese kommen bei diesem Wetter besonders gern aus ihren Häusern und fressen fast sämtliches Grünzeug aus dem eigenen Garten. Ein paar kleine Tipps helfen dabei mit der Flut an Schnecken umzugehen.

Bildnachweis Oldiefan / CC0 Public Domain-Pixabay.com
Bildnachweis Oldiefan / CC0 Public Domain-Pixabay.com

Eine naturnahe Gestaltung lockt Fressfeinde an

Um der Lage Herr zu werden, empfiehlt es sich zum Beispiel durch eine naturnahe Gestaltung die natürlichen Feinde der Schnecke anzulocken. Dazu zählen etwa Igel, Singvögel, Kröten oder Blindschleichen. Mit Nisthilfen wird die Ansiedlung solcher natürlicher Feinde begünstigt. Das kann zum Beispiel durch Anlegen von Steinhaufen oder eines Teiches passieren. In einem großen Garten empfiehlt sich auch die Haltung von Laufenten oder Warzen. Wenige natürlich Mittel gibt es bei der spanischen Wegschnecke. Diese sondert für die meisten hierzulande aktiven natürlichen Feinde zuviel schleim ab. Für diese Art muss zu anderen Mitteln gegriffen werden. Bedacht werden sollte, sofern eine Vertilgung der Schnecken aus dem eigenen Garten geplant ist, dass nicht alle schädlich sind. Besonders die hier heimischen Gehäuseschnecken ernähren sich größtenteils von totem Pflanzenmaterial, was bei einem Garten nicht ins Gewicht fällt. Die Weinbergschnecke frisst zudem die Eier der Nacktschnecke auf, sodass damit die Anzahl der Schädlinge minimiert werden kann.

Rhababerblätter und Salzwasser helfen gegen Schnecken

Eine weitere Möglichkeit, um die Schnecken aus dem eigenen Garten zu entfernen ist mit Hilfe von Rhaberblättern oder feuchten Kartons. Darunter suchen Schnecken häufig Schutz und können so bequem gesammelt und aus dem Garten entfernt werden. Besonders bei starkem Befall ist diese Variante sehr nützlich. Auch Holzbretter sind bei Schnecken ein beliebtes Versteck. Pflanzliche Abfälle sind hier ein guter Köder. Die Bretter sollten etwas aufgerichtet sein, damit die Schnecken darunter einen guten Unterschlupf finden. Eine weitere Möglichkeit die Schnecken aus dem Garten fern zu halten ist den Weg zum Beet möglichst trocken zu halten. Schnecken mögen keine trockenen Stellen, da sie sehr viel Schleim produzieren müssen. Deshalb empfiehlt es sich den Weg zu den gefährdeten Pflanzen möglichst wenig bis gar nicht mit Mulch zu versehen, damit der Boden schnell trocknen kann. Eine Schicht aus Kalk oder Sägemehl um das Beet sorgt zudem für ein schnelles Abtrocknen des Bodens. Abgesehen davon gibt es noch spezielle Scheckenzäune, die zum Einsatz kommen können um den Befall zu verhindern.

Kaffee hilft gegen Schnecken

Wenn vom morgendlichen Kaffee noch der Kaffeesatz übrig ist, so kann dieser ebenfalls dazu verwendet werden, um den eigenen Garten vor Schnecken zu schützen. Koffein wirkt, das ist wissenschaftlich nachgewiesen, wie ein Nervengift auf die Schnecken. Die kleinen Tiere meiden deshalb Böden mit geringer Kaffeekonzentration. Eine hohe Kaffeekonzentration kann auf Schnecken sogar tödlich wirken. Die Blätter der Pflanzen können außerdem zum Schutz auch mit Bohnenkaffee besprüht werden.

Titelbild – Schnecke auf einer Blume CC0 Public Domain-Pixabay.com

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