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Bildnachweis Kapa65 / CC0 Public Domain-Pixabay.com

Rhododendron durch Ableger vermehren – so einfach geht’s

Es ist stets aufs Neue eine wahre Freude, zu sehen, wie reich der Rhododendron den (Hobby-)Gärtner “alle Jahre wieder” mit wundervollen, großen Blüten beschenkt. So, als sei dies eine Art “Belohnung” für eine gute Pflege. In der Tat – so groß und bunt die Blumen des Rhododendron sind, so facettenreich und einzigartig zugleich ist doch die Vielfalt der Sorten, die der gut sortierte Fachhandel heute mittlerweile zu bieten hat. Von den klassischen Sorten über den schönen “Aureolin” oder den “Marathon Gold” bis hin zur “Weißen Wolke”, zur “Diana”, “Raphaela”, “Metallica” oder den beliebten “Cherry Kiss” ist wahrlich jede Variante ein echter Hingucker im heimischen Garten.

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Unkompliziert und effektiv – die Vermehrung

Natürlich ist es ein Leichtes, in der Gärtnerei um die Ecke neue Rhododendron-Pflanzen zu kaufen, wenn man gerade einmal wieder Lust auf noch mehr von diesen Hinguckern hat. Allerdings erfreut sich die Vermehrung durch Ableger gerade auch bei erfahrenen Hobbygärtnern aus unterschiedlichen Gründen einer nahezu stetig wachsenden Beliebtheit. Das Besondere dabei ist, dass lediglich ein wenig Geschick und Fingerspitzengefühl erforderlich sind, um sich auf diese Weise mit der Vermehrung der Lieblingspflanze zu befassen. Darüber hinaus genügen ein kleines, scharfes Messer, ein wenig Humuserde (bei Bedarf) und etwas Wasser.

Mit einem kleinen Schnitt letztlich “Großartiges” bewirken

Es lohnt sich in der Tat, durch Ablegervermehrung neue “Eye-Catcher” in den heimischen Außenanlagen zu “zaubern”. Zu diesem Zweck suchst du dir einfach einen möglichst robusten, großen Zweig, welcher sich idealerweise in Bodennähe befindet. Sodann wird ein etwa vier bis fünf Zentimeter tiefes Loch gegraben und die Erde gegebenenfalls (je nach Nährstoffgehalt) mit Humus oder Dünger angereichert. Nun geht man wie folgt vor: Etwa zehn bis 15 Zentimeter unterhalb des letzten Blattes wird der Zweig etwa einen bis zwei Zentimeter längs eingeschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass er nicht durch knickt, sondern möglichst seine Form behält. Die so entstandene Kerbe wird durch ein kleines Holzstückchen oder ein Steinchen auseinandergehalten.

Einer reichen Blüte steht im Folgejahr nichts mehr im Wege

Der so vorbereitete Ast wird sodann auf den Boden des gegrabenen Loches gelegt und mit Erde bedeckt. Im Anschluss an diese Prozedur wird der Bereich großzügig mit Wasser besprenkelt, sodass die Pflanze gut und reichhaltig “versorgt” ist. Im Zuge der später regelmäßig erfolgenden Hark- und Laubarbeiten solltest du selbstverständlich darauf achten, nicht mit einem spitzen Gegenstand (der jeweils verwendeten Gartengeräte) an dem Zweig (im Boden) hängen zu bleiben. In dem Fall wäre die Arbeit sicherlich umsonst, da auf diese Weise das Anwachsen grob unterbrochen oder der Zweig möglicherweise gar beschädigt wäre.

Mit Sorgfalt und dem “grünen Daumen” – so wird’s was mit dem Rhododendron

Im Frühjahr (etwa Mai bis Juni) lohnt es sich sodann, den frisch entstandenen Ableger auf sein Wurzelwachstum hin zu überprüfen. In der Regel hat sich an der einstigen Einschnittstelle bereits ein üppiges Wurzelwerk gebildet. In dem Fall kann der neue Ableger vorsichtig mit einer Gartenschere oder einem Spaten von der “Mutterpflanze” abgetrennt werden. Denn nun ist der kleine “Sprössling” gewiss stark genug, um alleine “groß zu werden”. In jedem Fall bietet es sich an, den “Zögling” in einiger Entfernung von der Mutterpflanze zu platzieren. Allerdings nicht, ohne zuvor darauf zu achten, dass auch dieser Bodenbereich den erforderlichen Nährstoffgehalt aufweist. Tipp: Der Rhododendron an sich mag keinen kalkhaltigen Boden. Dies sollte bei der Standortwahl unbedingt berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich allerdings, das Erdreich mindestens zwei bis drei Mal pro Jahr mit einem nährstoffhaltigen Dünger zu versorgen. Dies sorgt nicht nur für ein stabiles Wachstum des Rhododendron. Sondern auch eine reiche Blütenpracht ist somit meist garantiert.

Der neue Rhododendron – ein weiterer Blickfang im Garten

Sobald der kleine Strauch seinen Platz im Garten gefunden hat und eingesetzt, solltest du ihm ein wenig Ruhe gönnen. So gelingt es mit der Zeit am besten, “Wurzeln zu schlagen” und sich auf eine “gepflegte” Zeit im Garten vorzubereiten. Und wer weiß: Wenn der Zögling eines Tages groß genug ist, kannst du auch von ihm einen Ableger ziehen.

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