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Welcher Grill passt zu mir?

Das Grillen ist für viele Hobbyköche in Deutschland nicht nur eine tolle Möglichkeit, um im Sommer und Winter an der frischen Luft zu essen, es gilt vielfach fast schon als eine Art Wissenschaft.

Der passende Grillanzünder, die besten Steaks und vor allem der richtige Grill müssen ganz genau ausgewählt werden. Besonders am passenden Grill scheiden sich in vielen Fällen die Geister. Dabei muss nicht nur die Frage entschieden werden, ob Kohle, Gas oder Elektro. Gerade beim Holzkohlegrill gibt es eine Vielzahl an Varianten und Möglichkeiten.

Holzkohlegrill
Holzkohlegrill – Urheberrecht: mantonino / 123RF Stockfoto

Der klassische Holzkohlegrill

  1. Grillen mit Holzkohle ist die verbreitetste Variante in Deutschland. Fast in jedem Haushalt der Bundesrepublik kann man einen Holzkohlegrill in der einen oder anderen Form finden. Die einfachste Form des Grills ist der typische Drei-Bein-Holzkohlegrill beziehungsweise der Rundgrill. Er ist in der Regel sehr günstig und kann im Supermarkt teilweise schon für unter 10 Euro gekauft werden. Mehr als eine Grillsaison überleben die meisten dieser Grills allerdings nicht. Spätestens nach einem Jahr sind die Schrauben durchgerostet und man sollte sich einen neuen Grill zulegen. Haltbarere Versionen beginnen preislich bei 40 bis 50 Euro und sind dann meist aus Edelstahl gefertigt. Diese überleben durchaus ein paar Jahre, allerdings bleibt der Rundgrill trotzdem eher eine Empfehlung für den Gelegenheitsgriller.
  2. Etwas hochwertiger sind die Kamingrills, deren Preise aber meist bei um die 100 Euro beginnen. Das Prinzip ist dabei wie bei einem Kamin aufgebaut und sorgt so dafür, dass die Kohle sehr schnell durchbrennt. Die Hitze des Feuers saugt durch eine Lüftungsklappe im Bein Luft an, die der Kohle mehr Sauerstoff zuführt. Der Blasebalg oder das Wedeln mit einer Zeitung gehört dann der Vergangenheit an. Bei der Herstellung kommt in der Regel ebenfalls Edelstahl zu Einsatz, sodass der Grill in jedem Falle einige Jahre hält. Selbst Grills, die den ganzen Sommer über draußen stehen, setzten nur selten Rost an. Daher ist ein Kamingrill meist eine langfristige Investition, während die meisten Rundgrills üblicherweise eher als kurzfristige Lösung dienen.

Außergewöhnliche Formen der Holzkohlegrills

  1. Neben den typischen Varianten des Grills, existieren auch viele eher außergewöhnliche Formen. Immer mehr an Beliebtheit gewinnt dabei der Kugelgrill. Wie der Begriff schon sagt, ähnelt der Grill einer Kugel, bei der die obere Hälfte als abnehmbarer Deckel fungiert, während sich im unteren Teil die Kohle und das Grillgut befinden. Der Deckel bringt gleich zwei Vorteile mit sich. So muss man sich zum einen keine Sorgen mehr wegen eines möglichen Regenschauers machen. Sobald es beginnt zu regnen, wird das Fleisch abgedeckt, ohne dass man den Grillabend abbrechen muss. Dazu lässt der Deckel die Möglichkeit des indirekten Grillens zu. Die Kohle kann an den Seiten und nicht direkt unter dem Fleisch platziert werden und trotzdem wird das Grillgut bei geschlossenem Deckel gar. Das Fett tropft zudem nicht in die Kohle, sondern in eine Schale, die sich in der Mitte befindet. Preislich gibt es den Kugelgrill in vielen verschiedenen Varianten. Die günstigsten Modelle liegen unter 50 Euro, für einen echten Premiumgrill kann man durchaus schon einmal mehr als 300 Euro ausgeben.
  2. Eine weitere interessante Variante ist sind Holzkohlegrills mit Grillmotor. Der Vorteil für den Grillmeister ist dabei, dass er selbst nicht mehr für das Wenden des Grillgutes zuständig ist. Diese Arbeit übernehmen die Motoren, sodass eine gleichmäßige Bräunung erreicht wird. Preislich liegt das günstigste Modell bei etwas mehr als 100 Euro. Wer etwas mehr Ausstattung und Luxus wünscht, kann sich dies bis zu 3.500 Euro kosten lassen.

Produktvideo vom automatischen Holzkohlegrill der Firma Spiessgriller

Die Elektriker unter den Grills

Elektrogrill für drinnen
Elektrogrill – Urheberrecht: phbcz / 123RF Stockfoto

Der echte Grillmeister hat für einen Elektrogrill in der Regel absolut nichts übrig. Trotzdem kann das elektrische Grillen durchaus eine Alternative darstellen, weshalb es sich lohnt, einmal einen Blick auf die Geräte zu werfen. Bei einem Elektrogrill werden durch Strom Heizspiralen erhitzt, welche dann das Grillgut durchgaren. Üblicherweise handelt es sich dabei um einen Tischgrill, welcher ohne eigene Beine oder einen Ständer ausgeliefert wird.
Die Kosten für einen Elektrogrill bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen. Für 50 Euro bekommt man in der Regel schon ein sehr gutes Modell, das alle Grillaufgaben in zufriedener Weise erfüllt.
Die Vorurteile gegenüber Elektrogrills sind wohldokumentiert und oftmals wird die Nutzung eines elektrischen Grills als unechtes Grillen bezeichnet. Trotzdem gelten Elektrogrills immer noch als eine der sichersten Varianten. Vor allem Familien mit Kindern müssen bei Holzkohle- und auch Gasgrills erheblich mehr auf ihren Nachwuchs aufpassen. Dazu ist die Nutzung auch auf einem Balkon ohne Probleme möglich und es findet praktisch keine Rauchentwicklung statt. Dies ist besonders hilfreich, wenn man sehr anfällige Nachbarn hat. Der Aufwand hält sich zudem ebenfalls in Grenzen. Gerade wenn man nur mit einer oder zwei Personen grillen möchte, wird der Elektrogrill oftmals zu einer echten Alternative.

Gasgrill als Alternative

Gasgrill
Gasgrill – Urheberrecht: phbcz / 123RF Stockfoto

Neben dem Holzkohlegrill und dem Elektrogrill ist der Gasgrill die dritte typische Version. Ein Gasgrill hat den großen Vorteil, dass kein langes und womöglich umständliches Anfeuern notwendig ist. Ein Druck auf eine Taste und schon ist der Grill arbeitsbereit. Dies führt dazu, dass bereits innerhalb weniger Minuten die ersten Steaks oder Würstchen vom Grill auf den Teller wandern können.
Der Anschaffung eines Gasgrills ist dabei jedoch vergleichsweise teuer. Ein typisches Modell ist selten für unter 200 Euro zu haben. Für einen wirklich guten Gasgrill muss man meist noch tiefer in die Tasche greifen. Preise von 500 Euro oder mehr sind keine Seltenheit. Auch besteht die Gefahr, dass man durch unsachgemäße Handhabung einen Unfall verursachen kann. Eine genaue Einführung durch einen Fachmann ist daher in jedem Falle empfehlenswert. Dazu kommt die Tatsache, dass Grillkohle erheblich einfacher zu kaufen ist als Gas. Dieses wird in Flaschen verkauft, welche sich jedoch nur in einigen Geschäften finden lassen. In der Regel sind Geschäfte, in denen Campingbedarf angeboten wird, ein guter Ort, an denen man Gasflaschen kaufen kann. Trotzdem bleibt der Gasgrill eine Alternative für alle, die möglichst schnell und bequem grillen möchten.

Grillpreisvergleich
Grillpreisvergleich bei Idealo – Screenshot: Idealo.de

Fazit

Der Holzkohlegrill ist immer noch die typische Variante unter den Grills. Je nach Einsatzmöglichkeit und eigenen Vorstellungen kommen dabei unterschiedliche Modelle infrage. Sucht man nach etwas Außergewöhnlichem bietet sich vielleicht ein automatischer Holzkohlegrill an. Für kleine Gruppen oder Familien kann ein Elektrogrill trotz vieler Vorurteile eine Alternative darstellen. Der Gasgrill stellt ebenfalls eine interessante Wahl da. Günstige Modelle sind allerdings kaum vorhanden und so muss man bei der Anschaffung üblicherweise mit Kosten von mindestens 200 Euro rechnen. Am Ende entscheiden die eigene Vorliebe und die äußerlichen Gegebenheiten darüber, welches Modell am ehesten passt.

Bildnachweis:
Titelbild Grill CC0 Public Domain-Pixabay.com

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