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Bild überdachte Terasse

Terrassenüberdachungen – Kaufen oder selbst bauen?

Terrassenüberdachungen sind nicht nur echte Schmuckstücke, sondern bieten auch gleichzeitig den gewünschten Regen- und Wetterschutz. Damit können Gartenfreunde auch bei Niederschlag gemütlich auf der Terrasse sitzen, um dort ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Das Material

Neben der ansprechenden Optik sind natürlich auch die Langlebigkeit und die Stabilität wesentliche Faktoren, welche es bei der Auswahl von Terrassenüberdachungen zu berücksichtigen gilt. Alle drei Faktoren lassen sich am besten mit einer Kombination aus Glas und Aluminium umsetzen.

  • Aluminium liefert optimale Grundeigenschaften, um im Außenbereich eingesetzt zu werden. Hier kommt häufig eine zusätzliche Pulverbeschichtung zum Einsatz, womit das Tragsystem aus Aluminium perfekt vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Soll die Terrassenüberdachung jedoch in Küstennähe errichtet werden, wo die Seeluft rau und salzhaltig ist, sollten die Profile aus Aluminium mittels Voranodisation vor der sogenannten Filliformkorrosion geschützt werden.
  • Aber auch Glas eignet sich bestens für den Einsatz im Außenbereich. Glas ist auch nach vielen Jahren noch transparent und klar. Zudem unterliegt auch so gut wie keinem Vergang, womit sich natürlich eine hohe Lebensdauer erzielen lässt. Im Gegensatz zu Kunststoffeindeckungen zeichnet Glas darüber hinaus durch die Lichtdurchlässigkeit aus.

Die Farbe

Terrassenüberdachungen können in allen RAL Farben beschichtet werden, womit der Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt sind. Damit können farbliche Akzente gesetzt werden, welche das Haus und die Terrasse optisch in Einklang bringen. Auf diese Weise kann die perfekte Symbiose aus Funktion und Design geschaffen werden. ZU den Klassikern zählt die Farbe weiß, welche sehr häufig für die Kolorierung von Terrassenüberdachungen verwendet wird. Aber auch die Farben weißaluminium und graualuminium sind auf dem Vorarsch und werden immer wieder für Terrassenüberdachungen gewählt. Wer es etwas ausgefallener mag, der entscheidet sich für die zweifarbige Beschichtung, welche dem Terrassendach eine persönliche Note verleiht. Klassisch und elegant wird es mit der DB-Farbkarte, welche alle Eisenglimmerfarben zur Auswahl bereit hält.

Markise Terrasse
Denken Sie an den Sonnenschutz!

Terrassenüberdachungen mit Dachüberstand

Neben dem Regenschutz welchen die Terrassenüberdachung gewährleistet, gilt der Sonnenschutz als zweiter wichtiger Aspekt. Denn eines steht fest: Ohne Beschattung wird sich niemand dauerhaft in der prallen Sonne wohlfühlen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Überdachung beim Bau gleich mit einer Markise zu versehen. Dazu werden zwei verschiedene Arten angeboten. Zum einen gibt es die sogenannten Wintermarkisen, welche direkt auf dem Terrassendach fixiert werden und zum anderen gibt es Terrassendachinnenbeschattungen, welche unter dem Glas der Überdachung fixiert wird und damit vor Regen geschützt ist. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Deshalb sollte vor dem Kauf immer eine umfassende Beratung in Anspruch genommen werden. Die moderne Beschattungstechnik schützt nicht nur vor Sonne und Regen, sondern auch vor Wind.

Sonnenschutz für Garten und Terrasse – Tipps und Tricks

Windschutz

Um den Nutzwert einer Überdachung deutlich zu steigern, empfehlen sich Seitenelemente, welche insbesondere auf der Wetterseite angebracht werden. Auch hier gibt es verschiedene Arten. Dazu gehören unter anderem Festelemente sowie Schiebe- und Faltanlagen.

Terrassenüberdachungen – Vor-, die Nachteile, die Arten und die Kosten

Wie bereits erwähnt, gilt eine Terrassenüberdachung als spezielle Schutzvorkehrung welche Sonne, Regen und Wind abhält. Auf diese Weise wird das Terrassenvergnügen nicht geschmälert. Ganz gleich zu welchen Wetterbedingungen. Doch Überdachung ist nicht gleich Überdachung. Die Schutzvorkehrungen werden in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien angeboten, weshalb die Auswahl nicht immer ganz einfach ist. Ein wesentliches Kriterium für die Kaufentscheidung, definiert sich über den Preis. Doch welches Profil ist das richtige und was genau kostet der Anbau? Diese Fragen werden in nachstehendem Artikel beantwortet.

Terrassenüberdachungen oder auch Eingangsüberdachungen werden häufig mit Standardmaßen und in Form eines Bausatzes angeboten. Sollte das passende Maß trotzdem nicht dabei sein, so hast du immer die Möglichkeit, dein Profil anfertigen zu lassen, womit dieses dann individuell und passgenau auf deine häuslichen Gegebenheiten abgestimmt wird. Natürlich musst du in so einem Fall mit höheren Kosten rechnen, da die Maßanfertigung im Gegensatz zur maschinellen Standardproduktion einen entsprechenden Arbeitsaufwand bedeutet, welcher natürlich vergütet werden will. Geht es dann an die Materialauswahl, so solltest du dir in erster Linie überlegen, was am besten zum Haus beziehungsweise zum Garten passt. Aber auch der Preis und die Haltbarkeit sind wesentliche Faktoren, wenn es um die Kaufentscheidung geht. Wenn du dich für eine Maßanfertigung entscheidest, solltest du unbedingt mehrere Angebote einholen. Je nach Anbieter, können die Preise nämlich sehr stark variieren. Da kann es unter Umständen passieren, dass du bei Anbieter A mit 3.500 EUR zur Kasse gebeten wirst und Anbieter B dagegen stolze 12.000 EUR von dir haben will.

Es ist grundsätzlich sinnvoll, sich bereits beim Bau der Terrasse Gedanken darüber zu machen, ob diese später überdacht werden soll. Denn damit hast du die Möglichkeit, die dafür benötigte Fundamente schon beim Bau einzuplanen. Auf diese Weise sparst du später Zeit und Geld. Wenn du auf deiner Terrasse bereits eine Pergola gebaut hast, solltest du darauf achten, dass diese mit der Terrassenüberdachung gut zusammenpasst.

Terrassenüberdachung freistehend
Eine freistehende Terrassenüberdachung aus rostfreien Aluminium bietet viele Vorteile! Bild & Umsetzung erfolgte hier durch @Holda-bau.de.

Terrassenüberdachungen aus Aluminium

Aluminium ist nicht nur sehr leicht, sondern auch gut zu verarbeiten. Informationen zur Alu Terrassenüberdachung findest du im Internet und bei deinem Fachhändler. Es ist extrem witterungsbeständig und wirkt immer sehr geschmackvoll und elegant. Wenn du dich für eine Überdachung aus Aluminium entscheidest und diese auf einem Kunststoffdach anbringen willst, kannst du etwa mit Kosten über 1.800 EUR für eine Fläche von 400 x 300 cm rechnen. Zu den Vorteilen zählen ganz klar die pflegeleichten Eigenschaften von Aluminium. Das Material ist leicht zu reinigen, rostfrei verursacht so gut wie keine Folgekosten, da weder Farbe noch Lasur oder Pflegeprodukte dazu gekauft werden müssen. Zu den Nachteilen ist sicherlich zu sagen, dass es sich bei Aluminium um die teuersten Bausätze handelt. Bausätze aus Aluminium sind teurer als Leimholz und passen optisch auch nicht immer zum Haus.

Terrassenüberdachung aus Holz
Eine Terrassenüberdachung aus Leimholz braucht Pflege. Das solltest du mit einplanen.

Terrassenüberdachung aus Leimholz

Leimholz besteht aus mehreren Schichten, welche mit einer Leimverbindung verklebt werden. Dieser Herstellungsprozess sorgt dafür, dass Leimholz sehr haltbar ist. Es ist nahezu resistent gegenüber Risse. Mit diesen Eigenschaften ist eine Leimholzüberdachung immer dann zu empfehlen, wenn eine hohe Stabilität gewünscht ist. Zum Beispiel wenn es sich um eine Überdachung in Kombination mit Dachziegeln handelt. Denn wenn eine sehr schwere Dacheindeckung mit Zieggeln gewählt wurde, können starke Risse dazu führen, dass die Überdachung absackt. Im schlimmsten Fall kann das sogar zum Dacheinbruch führen. Wenn du dich für eine Leiholzüberdachung entscheidest und diese auf einem Kunststoffdach fixieren möchtest, musst du mit Kosten in Höhe von 1.600 EUR rechnen. Diese Beispielrechnung bezieht sich dabei wieder auf 400 x 300 cm für die Fläche. Zu den Vorteilen von Leimholzüberdachungen zählt die Tragkraft, welche gegenüber Vollholz wesentlich höher ist. Damit eignet sich das Material besonders gut für schwere Dacheindeckungen. Mit Leimholz lassen sich sogar Krümmungen realisieren. Leimverbindungen sind darüber hinaus wesentlih leichter als Stahl und damit auch einfacher zu verarbeiten. Zu den Nachteilen zählt jedoch ganz klar die Kostenfrage. Durch den Produktionsaufwand handelt es sich um ein hochpreisiges Material, welches darüber hinaus auch gepflegt und alle 2 Jahre gestrichen werden muss.

Terrassenüberdachung aus Vollholz

Wenn du dich für eine Überdachung aus Vollholz entscheidest, solltest du kesseldruckimprägniertes Holz verwenden. Diese Imprägnierung sorgt nämlich dafür, dass dem Holz Feuchtigkeit entzogen wird, indem es einem Vakuum ausgesetzt wird. Anschließend wird unter Druck Holzschutzsalz in das Material gepresst wodurch sich das Holz wieder aufbläht und seinen anfänglichen Zustand wiederherstellt. Es folgt ein zweites Vakuum, um das Holz vor Wasser, Fäule, Pilzen und Insekten zu schützen. Wenn du dich beispielsweise für kesseldruckimprägniertes Nadelholz entscheidest welches noch nicht mit Farbe gestrichen wurde, so kannst du mit Kosten in Höhe von 800 EUR bei einer Beispielfläche von 400 x 300 cm rechnen.

Der Vorteil: Dabei handelt es sich um die günstige Variante eine Terrasse zu überdachen und du kannst aus unzähligen Angeboten wählen. Bereits gestrichen, unifarben, mehrfarbig oder auch ungestrichen.

Zu den Nachteilen zählt ganz klar die Haltbarkeit welche im Vergleich zu Leimholz oder Aluminium etwas eingeschränkter ist. Damit du dennoch die größtmögliche Haltbarkeit erzielen kannst, solltest du dich unbedingt für kesseldruckimprägniertes Holz entscheiden. Ein weiterer Nachteil definiert sich über den Pflegeaufwand. Du solltest das Vollholz mindestens alle 2 Jahre mit einer Lasur streichen. Und auch die Bildung von Rissen ist bei Vollhholz immer gegeben, da das Material aus einem Stück gefertigt wird.

Terrasse aus Vollholz

Wenn du dich dann für eine Überdachung entschieden hast, musst du dir noch Gedanken über die Dacheindeckung machen. Hier stehen Kunststoff, Glas und Dachziegel zur Auswahl. Das dürfte in erster Linie eine Geschmacksfrage sein, wobei auch die Kosten hier ziemlich variieren. So ist Glas wesentlich teurer als Kunststoff, sieht dafür aber auch hochwertiger und edler aus. Die schönste und zugleich hochwertigste Variante definiert sich über Dachziegel, welche aber meistens nur in Kombination mit einer individuell angefertigten Terrassenüberdachung erhältlich ist. Zu den Vorteilen der Eindeckung aus Kunststoff zähen die Kosten, welche sehr gering ausfallen. Nachteilig zu betrachten ist jedoch, dass die Optik nicht sehr ansprechend ist und die Kunststoffeindeckung einen zusätzlichen Sonnenschutz benötigt. Die Eindeckung aus Glas ist dagegen wesentlich teurer als Kunststoff, sieht aber eleganter und professioneller aus. Eine Eindeckung aus Glas erfordert ebenfalls einen zusätzlichen Sonnenschutz. Die Eindeckung aus Dachziegeln sieht ebenfalls edel und elegant aus, passt immer zum Haus und erfordert keinen zusätzlichen Sonnenschutz. Nachteil: Dabei handelt es sich die teuerste Variante.

Die Terrassenüberdachung selbst bauen!

Natürlich besteht neben den Bausätzen und Maßanfertigungen auch die Option die Terrassenüberdachung selbst zu bauen. Doch bevor du dich als professioneller beziehungsweise semiprofessioneller Handwerker an die Arbeit machst, solltest du dir erst einmal überlegen, welches Fundament für dich in Frage kommt. Das Streifenfundament ist für eine Terrassenüberdachung nicht unbedingt notwendig. Dennoch muss natürlich ein ausreichender Halt gewährleistet werden, was bedeutet dass dein Terrassendach auf sicherem Fuß stehen muss. Hast du dich für eine kleine und leichte Konstruktion entschieden, sollte ein Betonfuß ausreichend sein. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Klotz, welchen du als Fertigteil im Baumarkt bekommst. Diesen kombinierst du am besten mit verzinkten Pfostenträger, welche das Tragwerk stabilisieren und verhindern, dass ein Kontakt zwischen dem Holz und dem Boden entsteht. Auf diese Weise stellst du sicher, dass das Holz vor Feuchtigkeit geschützt wird.

Streifenfundament
Denke an einen vernünftigen Halt und das richtige Fundament. Hier siehst du ein Streifenfundament.

Du hast nun die Wahl: Du kannst die Pfostenträger direkt in den Boden eingießen oder diese mit Schwerlasttankern auf das Betonfundament schrauben. Du solltest auch unbedingt daraf achten, dass du deinen Dachüberstand von 20 bis 30 Zentimetern einplanst. Damit schützt du deine stützenden Hölzer im Sockelbereich vor Spritzwasser.

Nun geht es an das Bauen der Terrassenüberdachung
  1. Zuerst musst du die Fundamente setzen. Dazu solltest du deine Fundamentlöcher etwa 80 Zentimeter tief graben und ausheben. Diese werden nun bis zur Hälfte mit Kies aufgefüllt und verdichtet. Nun kannst du bereits gegossene Betonfüße einlassen oder selbst welche eingießen. Jetzt wird der Betonfuß welcher auch Stützenschuh genannt wird, verankert. Achte darauf, dass du zwischen dem Querträger und der Balkenunterseite einen Zentimeter Abstand lässt. Damit verhinderst du, dass dieser mit dem Boden in Kontakt kommt. Auch Feuchtigkeitsnester unter dem Pfosten lassen sich damit vermeiden. Achte ebenfalls darauf, dass du deine Pfostenträger alle in gleicher Höhe einbetonierst. Wenn du auf deiner Terrasse kein Fundament setzen kannst, besteht die Möglichkeit dass du die Balken mit einer Aufschraubhülse direkt auf dem Terrassenboden fixierst.
  2. Nun werden die Holzpfosten eingesetzt. Dazu setzt du diese in den Träger ein und richtest diese aus. Jetzt kannst du die Holzpfosten mit 3 Schrauben befestigen. Wenn du verstellbare Stützenschuhe verwendest, kannst du potenzielle Maßabweichungen später korrigieren.
  3. Nun kannst du die Balken ausrichten, nachdem du diese an der Hauswand ausgerichtet hast. Du solltest darauf achten, dass du die Balken hoch genug ansetzt, um ein Gefälle von 10 Grad realisieren zu können. Dann wird das Holz zusammen mit der Wand durchbohrt und der Rahmendübel gemeinsam mit der eingedrehten Schraube eingeschlagen.
  4. Jetzt wird der vordere Querbalken mit Winkeln an den Stützen verschraubt. Zusätzlich kann der Querbalken mit längeren Schrauben am Pfosten befestigt werden, um zusätzlichen Halt zu erzielen. Dies erfordert aber Vorbohrungen.
  5. Nun musst du den Auflegerbalken am Pfosten befestigen, indem du Winkelverbindungen verwendest. Wenn du Balken hast welche auf dem Sparren aufliegen, dann musst du diese mit einem Spannfettenverbinder stabilisieren. Dabei sollte der Abstand zu den Dachbalken etwa 50 Zentimeter betragen. Wenn du lieber auf Winkel verzichten möchtest, kannst du auch eine drei Zentimeter tiefe Kerbe nutzen, um den Balken mit dem Träger zu verbinden. Besser ist aber die Sicherung mittels Schraube.
  6. Jetzt schraubst du noch lange Dachlatten auf die Sparren, um der Wellbahn Stabilität zu verleihen.
  7. Spätestens jetzt solltest eine Holzschutz-Lasur auf das gesamte Trägerwerk auftragen.
  8. Abschließend kannst du mit einer Polyester-Wellpappe oder mit Hohlkammerplatten aus Polycarbonat eindecken. Je nach Belieben, kannst du noch eine Dachrinne mit Fallrohr befestigen. Diese gibt es auch als spezielle Montagesets.

Bilder:
Titelbild – Urheberrecht: bialasiewicz / 123RF Lizenzfreie Bilder
Terrassenüberdachung aus Holz – Urheberrecht: iriana88w / 123RF Stockfoto
Streifenfundament – Urheberrecht: volgariver / 123RF Stockfoto
Terrassenüberdachung mit Markise – Urheberrecht: Chedges / 123RF Stockfoto
Terrasse aus Vollholz – Urheberrecht: tawesit / 123RF Stockfoto

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