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Die passenden Kräuter im eigenen Kräutergarten anlegen

Thymian, Salbei oder Pfefferminze duften nicht nur herrlich, sondern sind auch jene nützlichen Kräuter, die Menschen seit vielen Jahrhunderten zur Gesundheitsförderung einsetzen. Gleichzeitig geben viele Kräuter einer Speise den letzten Pfiff. Kräuter müssen Sie aber nicht unbedingt im Supermarkt kaufen. Schließlich hat der eigene Kräutergarten den Vorteil, dass Sie alle wichtigen Kräuter direkt vor Ort haben und frisch genießen können. Allerdings müssen Sie beim Anlegen eines Kräutergartens einiges beachten. Wie ihre Kräuter am besten wachsen und welchen Nutzen sie haben, erfahren Sie als Leser natürlich bei uns.

Eine gute Vorbereitung ist alles: Planen Sie ihren Kräutergarten richtig!

Falls Sie sich überlegen, einen Kräutergarten anzulegen, müssen Sie diesen zunächst planen. Hierfür müssen Sie im Klaren sein, wie groß der Garten überhaupt sein soll. Darüber hinaus müssen Sie sich eine Liste machen, welche Kräuter überhaupt gepflanzt werden sollen und welchen Standort sie am liebsten haben. Schließlich ist Kraut ist nicht gleich Kraut. Daher brauchen unterschiedliche Kräuter auch unterschiedliche Standorte, damit sie richtig wachsen und ihr volles Aroma entfalten können. So bevorzugen einige Kräuter eher sonnige und andere wiederum eher schattige Plätze. Um den passenden Platz für das Kraut zu finden, müssen Sie zunächst die Eigenschaften des Krautes kennen. So schätzt das Basilikum Sonne und Wärme. Dies ist übrigens auch ein Grund, warum das Kraut gerade in südlichen Ländern so beliebt ist. Andere Pflanzen hingegen lieben den Schatten. Hierzu gehört unter anderem auch der allseits beliebte Bärlauch.
Bedenken Sie auch, dass Pflanzen wachsen. Daher ist es wichtig, dass ausreichend Platz ist, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig das Licht wegnehmen. Ein Kräutergarten ist darüber hinaus etwas, was man über mehrere Jahre anlegt. Allerdings sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob der Standort für den Garten dauerhaft die optimalen Ansprüche garantiert. Übrigens ist ein solcher Garten auch auf dem Balkon möglich. Schließlich hat nicht jeder einen eigenen Garten zur Verfügung. Selbstverständlich fällt der Balkon-Kräutergarten natürlich ein bis zwei Nummern kleiner aus. Daher sollten Sie vorab genau überlegen, welche Kräuter angebaut werden sollen.

Bekannte Kräuter, die in keinem Garten fehlen dürfen

Viele Kräuter besitzen heilsame Inhaltstoffe, die dafür sorgen, dass Entzündungen zurückgehen, Schmerzen gelindert oder Krämpfe minimieren werden. Um Kräuter aber richtig anwenden zu können, muss man wissen, welche Kräuter wie wirken bzw. wie man sie verabreichen muss. Wir zeigen ihnen an vier verschiedenen Beispielen die Wirkkraft beliebter Kräuter, die in Ihrem Kräutergarten auf keinen Fall fehlen dürfen.

Kamille ist eine Allzweckwaffe: Die Kamille ist sicherlich die vielseitigste Heilpflanze. Die besondere Wirkweise wird durch verschiedene Inhaltsstoffe hervorgerufen. Hierzu gehört unter anderem Bisabolol. Dieser Stoff wirkt extrem entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung. Aus diesem Grund wird die Kamille sowohl zur äußeren als auch zur inneren Behandlung von Beschwerden eingesetzt.

Johanniskraut beruhigt Körper, Geist und Seele: Nervosität kann unterschiedliche Gründe haben. Anstatt aber gleich zu chemischen Beruhigungsmitteln zu greifen, sollte auch hier der Weg zunächst in den Kräutergarten führen. Hier gibt es nämlich mit dem Johanniskraut eine sehr wirksame Pflanze, die gegen Depressionen, Nervosität und Verspannungen hilft. Gleichzeitig wirkt das Johanniskraut auch gegen Verdauungsbeschwerden und bei Hautproblemen.

Spitzwegerich löst den dicksten Schleim: Bei Husten und Schnupfen muss man nicht immer gleich zu den Medikamenten aus der Apotheke greifen. Der eigene Kräutergarten bietet schließlich so viele Möglichkeiten, festsitzenden Husten zu lösen. Besonders gut gelingt dieses sicherlich mit dem Spitzwegerich. Dieser wirkt nicht nur antibakteriell, sondern besitzt auch die Fähigkeit, festsitzenden Schleim zu lösen. Hierfür sind vor allem die Schleimstoffe verantwortlich, die in der Pflanze enthalten sind.

Petersilie eliminiert Gerüche: Petersilie ist nicht nur extrem lecker, sondern sorgt auch dafür, dass Gerüche schnell und einfach verschwinden. Wer u.a. unter Mundgeruch leidet, sollte öfters mal ein wenig Petersilie kauen. Gleichwohl hilft das Kraut auch gegen Zwiebel- und Knoblauchgeruch.

Vorsicht vor giftigen Kräutern im Garten

Nicht alle Kräuter, die schön anzusehen sind, sollten auch verzehrt werden. Schließlich können einige Kräuter auch giftig sein und die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden. Daher ist es sehr wichtig, dass es im Kräutergarten nicht zu Verwechslungen kommt. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist sicherlich der Riesen-Bärenklau, der äußerst giftig ist. Sehr oft wird dieser mit dem Arznei-Wurz verwechselt, der wiederum gesundheitsfördernd ist. Achten Sie daher immer darauf, was in Ihrem Garten wächst und welche giftigen Pflanzen in der Nähe verfügbar sind.

Kräuter ernten und richtig aufbewahren

Frische Kräuter duften besonders intensiv und lassen sich gut verarbeiten. Daher werden frische Kräuter aus dem eigenen Kräutergarten auch immer beliebter. Allerdings möchten viele Menschen Kräuter auch längerfristig aufbewahren. Eine sehr gute Methode hierbei ist sicherlich das Trocknen der Kräuter. Doch auch hier gilt zu beachten, dass es auf die richtige Verfahrensweise ankommt. Ansonsten können die Kräuter wichtige Aromen oder Wirkstoffe verlieren. Eine beliebte Methode ist sicherlich das Trocknen. Achten Sie bei diesem Vorgang darauf, dass die äußeren Bedingungen hierfür optimal sind. Generell gibt es die Möglichkeit Kräuter an der Luft oder im Backofen (niedrige Temperatur/offene Tür!) trocknen zu lassen. Darüber hinaus sind nicht alle Kräuter gleich gut für das Trocknen geeignet. Besonders gut geht dieser Konservierungsvorgang sicherlich mit Bohnenkraut, Pfefferminze, Oregano, Liebstöckel, Salbei, Thymian oder Lavendel.

Bildnachweis:
Titelbild – Kräutergarten CC0 Public Domain-Pixabay.com

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