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Urheber: lakephotography / 123RF

Salzflecken vom Stein und Gehwegen entfernen

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Vor allem nach einem langen Winter stellen Gartenbesitzer fest, dass die Gehwegplatten und Steine im Garten hässliche weiße Flecken aufweisen. Die Ursache für diese Beläge kann einmal darin liegen, dass im Stein enthaltene Mineralien kristallisieren. Zum anderen ist die Verwendung von Streusalz für die Flecken verantwortlich. In den meisten Fällen sehen die Gehwege oder Steinplatten im Garten durch Streusalzflecken zwar nicht schön aus, aber geschädigt sind die Steine nicht. Die Flecken lassen sich mit wenig Aufwand entfernen. Einige Natursteinsorten allerdings werden durch das Auftausalz angegriffen. Die Wahl der richtigen Gesteinsart hilft dabei, Flecken zu vermeiden.

Flecken mit Wasser oder Sandstrahl entfernen

Streusalz war lange Zeit ein beliebtes Mittel, um die Gehwege in Gärten oder den Fußwegen schnee- und eisfrei zu halten. Mittlerweile ist es in vielen Gemeinden verboten, Wege mit Salz zu bestreuen. Für öffentliche Straßen gilt das Verbot allerdings nicht. So kommt es in harten Wintern immer wieder dazu, dass durch die Schuhe oder Autoreifen Salz auf den Gehweg getragen wird, wo dann die unschönen Flecken zurückbleiben. Bei einem harten, glatt polierten Stein wie Granit haben die Salze keine schädigende Wirkung. Die Belege lassen sich durch Wasser einfach wegspülen. Gartenbesitzer, die die Flecken nicht stören, warten einfach auf den nächsten Regen.

Hartnäckige Salzflecken behandeln

Manchmal jedoch sind die Flecken hartnäckiger, wenn das Gestein leicht porös ist, das Auftausalz eindringen konnte und dort kristallisiert ist. In diesen Fällen kann der Einsatz eines Hochdruckreinigers Abhilfe schaffen. Gelegentlich wird empfohlen, die Steine und Platten vorab mit einer Sodalösung oder Salpetersäure zu behandeln und sie dann mit dem Strahl eines Hochdruckreinigers zu säubern. Im Volksmund wird dieser Vorgang mit Bezug auf die ersten Hochleistungsgeräte zum Reinigen von Außenflächen “kärchern” genannt. Beim Behandeln der Steine mit Säuren ist allerdings Vorsicht geboten. Häufig sind die Schäden an den Platten danach größer als zuvor. Deshalb empfiehlt sich vor der Anwendung ein Test an einer Platte, um herauszufinden, ob der Stein diese Behandlung verträgt. Die Reinigungsarbeit muss dann in kleinen Abschnitten erledigt werden, um das Antrocknen der Lösung zu verhindern.

Reinigen mit dem Hochdruckreiniger

Die Arbeit mit dem Hochdruckreiniger, der durch einen harten Wasser- oder Sandstrahl die hässlichen Flecken entfernt, ist zwar effektiv, doch viele Hausbesitzer scheuen die Arbeit. Durch den harten Strahl werden nicht nur die Flecken entfernt, auch die Fugen zwischen den Steinen werden ausgespült und müssen nach der Behandlung wieder aufgefüllt werden. Sand und kleine Steinchen spritzen hoch und verunreinigen die Hauswände, die nach dem kärchern zusätzlich gesäubert werden müssen. Deshalb greifen viele Gartenbesitzer lieber zu Wasser und Schrubber, um den Salzflecken auf Platten und Gehwegen zu Leibe zu rücken. Diese Arbeit ist für den Stein schonender und es fallen weniger nachträgliche Putzarbeiten an. Allerdings sind solche Putzarbeiten um einiges anstrengender.

Die richtige Steinsorte für den Außenbereich wählen

Generell ist auch für die Vermeidung von Salzflecken auf Gartensteinen vorbeugen besser als heilen. Bei der Auswahl von Gehwegplatten oder Steinen für den Garten sollte der Gartenbesitzer sich vorab genau informieren, ob die gewünschte Steinsorte für den Außenbereich empfohlen wird. Viele Steine sind im Innenbereich unproblematisch, im Außenbereich allerdings ist die Pflege aufwendig oder die Steine gehen mit der Zeit kaputt, werden grau und unansehnlich. Granitsorten sind für den Außenbereich mit am Besten geeignet. Sie sind unempfindlich gegen äußere Einflüsse und müssen nur von Zeit zu Zeit von Ablagerungen durch Regenwasser oder anderen Verschmutzungen befreit werden. Im Zweifelsfall sollte der Hausbesitzer beim Hersteller nachfragen, ob sich der gewünschte Stein auch für den Außenbereich gut verwenden lässt, und ob er mit Streusalz behandelt werden darf.

Streusalz setzt nicht nur den Steinen zu

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist der Verzicht auf Streusalz generell. Wie schädlich das häufig im Winter großzügig verstreute Material für die Umwelt ist, hat sich längst erwiesen. Bäume, Sträucher und Rasenflächen am Rand leiden unter dem Einsatz von Salz. Beim Reinigen des Gehwegs mit Wasser wird das Streusalz direkt auf Pflanzen aller Art gespült. Braune Flecken auf dem Rasen, dünne Stellen und kümmernde Bäume sind die Folge. Dass auch die Schuhe durch das Salz hässliche Ränder bekommen und Kunststoffsohlen sich nach einiger Zeit nahezu auflösen können, ist ein weiterer negativer Faktor. Nicht umsonst haben die viele Gemeinden den Einsatz von Salz zum Auftauen auf Gehwegen untersagt. Dennoch lässt sich natürlich nicht verhindern, dass das auf die Straßen gestreute Salz auch auf den Gehweg vor dem Haus gelangt.

Splitt oder Blähton anstellen von Streusalz verwenden

Wenigstens aber lässt sich im privaten Bereich die Rutschgefahr durch Schnee und Eis auf andere Weise eindämmen. Splitt, Sand oder Blähton sind ebenso gut geeignet. Umweltfreundliche, abstumpfende Mittel sind im Baumarkt erhältlich. Zwar wird mit dem Streuen dieser Materialien das Eis nicht aufgetaut, aber der Gehweg wird dadurch abgestumpft. Nach dem Winter können die Rückstände einfach durch Fegen der Platten oder Gehwege entfernt werden. Der Umwelt und der Haltbarkeit von Gehwegplatten, Gartensteinen und Pflastersteinen zuliebe, sollte auf Streusalz ganz verzichtet werden und auf unschädlichere Maßnahmen ausgewichen werden.

2 Kommentare

  1. Es ist kein schöner Anblick, wenn Salzflecken auf den Steinen zurück bleibt. Viele schrecken sich von einem Einsatz mit dem Hochdruckreiniger ab, daher gibt es heute ganz gute alternative Möglichkeiten, mit entsprechender Wirkung.

  2. Gerd Schmülling

    Wie bekomme ich Salzrückstände in grauer Betonpalisade wieder weg ohne Hochdruckreiniger?
    Lg Schmülling

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