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Forsythien – Der Schnitt zum richtigen Zeitpunkt lässt sie blühen

Die wunderschön gelb blühenden Forsythien sind im Frühjahr das erste farbige Highlight im eigenen Garten und Vorboten für die warme Jahreszeit. Damit du mit dieses Pflanze, die umgangssprachlich auch Goldlöckchen oder Goldweide genannt wird, auch im nächsten Jahr wieder Freude hast, sollte sie zum richtigen Zeitpunkt geschnitten werden und den richtigen Standort haben. Denn dieser Strauch bevorzugt einen sonnigen bzw. halbschattigen Platz mit kaum kalkhaltigem Boden, der gut wasserduchlässig ist.

Zeitpunkt und Schnitttechnik verhelfen zur Blüte

Um einer Überalterung der Forsythien zu vermeiden und auch dem Formverlust vorzubeugen, solltest du sie alle drei Jahre direkt nach der Blüte zurückschneiden. Die zwei bis drei Meter hohen Sträuche legen ihre Knospen zur Blüte bereits im Vorjahr an, weshalb direkt nach Verwelken des Blütenflors der Auslichtungsschnitt vorgenommen werden sollte. Dies vor allem an den einjährigen Trieben und an den kurzen Seitenzweigen der zwei- und dreijährigen Pflanzentriebe. Durch das mesotone Wuchsverhalten der Forsythien, kommen die Langtriebe vorwiegend aus dem mittleren Pflanzenabschnitt. Dieser besitzt auch am oberen Abschnitt eine sehr dichte Verzweigung, die meist dazu führt, dass ein bogenförmiger Überhang der Äste entsteht. Direkt am höchsten Punkt der Bogenmitte bilden Forsythien ihre neuen Langtriebe auch aus. Auch wenn diese Pflanze vor allem freistehend als Unikat in einem Garten zu finden ist, kann sie mit einer gewissen Schnitttechnik durchaus als Hecke gepflanzt werden. Ist dies der Fall, darf allerdings der Rückschnitt erst im Juni erfolgen, da derart gesetzte Sträucher viel stärker austreiben. Zum selben Zeitpunkt wie das Stutzen erfolgt, kannst du deine Forsythien vermehren, indem du ca. zwanzig Zentimeter lange Zweige abschneidest und in einem Topf mit Erde gibst. So bilden Forsythien Stecklinge, die du unmittelbar nach ihrer Wurzelbildung im Garten setzen kannst.

Bildnachweis 683440 / CC0 Public Domain-Pixabay.com

Regelmäßiger Schnitt verhindert Verkahlung

Auch wenn du einen Garten mit vorwiegend naturbelassenen Pflanzen und Gewächsen bevorzugst, solltest du bei den Forsythien darauf achten, dass diese regelmäßig geschnitten werden. Denn wenn kein Rückschnitt erfolgt, werden die nach oben führenden Triebe immer länger und kräftiger, während die Mitte der Pflanze zunehmend verzweigt und dichter wird. Allerdings hat dies zur Folge, dass die Basis verkahlt und die Blüten zunehmend am äußersten Rand zu finden sind. Auch die Blühwilligkeit und die Dichte der Blüten lässt unter diesen Umständen nach. Wenn du in regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Jahren einen gründlichen Erhaltungsschnitt an der Pflanze durchführst, wird diese es mit einem schönen Wuchs und Blütenreichtum belohnen. Dazu solltest du im März die ältesten Triebe sowie stark verästelte Zweigpartien radikal zurück schneiden. Dies kann durchaus so weit gehen, dass der Ast bis zu einem nach oben wachsenden neuen Trieb entfernt wird. Auch knapp ein Drittel der Grundtriebe, die direkt an der Pflanzenbasis wachsen, solltest du im Zuge dieses Erhaltungsschnittes entfernen. Wenn deine Forsythien stark überhängende Äste hat, kannst du auch diese zurückschneiden und damit für eine schmälere Krone der Pflanze sorgen.

Ein Verjüngungsschnitt bringt Forsythien in Form

Wer es verabsäumt hat, seine gelb blühenden Sträucher regelmäßig in Form zu schneiden, der hat wahrscheinlich nur mehr dichtes Gestrüpp aus blattlosen Zweigen und nur mehr wenigen Blüten. Um hier Abhilfe zu schaffen und die Forsythie wieder zum Leuchten zu bringen, musst du einen radikalen Verjüngungsschnitt durchführen. Am besten erfolgt dieser im Winter oder sehr bald im Frühjahr, noch bevor die Pflanze zu blühen beginnt. Im ersten Jahr des Verjüngungsschnittes solltest du von der ganzen Pflanze lediglich vier bis fünf starke Triebe stehenlassen, der Rest der Triebe muss radikal nur wenige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten werden. Im darauffolgenden Jahr solltest du vor dem Austreiben alle schwach entwickelten Neutriebe ausdünnen und entsprechend kürzen. Diese Maßnahme ist am effektivsten, wenn du die einzelnen Äste in unterschiedlichen Längen belässt, so entwickelt sich eine entsprechende verzweigte Krone. In der Folge müssen die aus dem Vorjahr stehen gebliebenen vier bis fünf Äste komplett über dem Boden entfernt werden. Im dritten Jahr der Verjüngungsmaßnahme sollten die ersten Kronentriebe wieder Blüten zeigen und damit dem neuen Wuchs zuträglich sein.

Zwerg Forsythien benötigen Sonderbehandlung

Wenn du in deinem Garten keinen Platz für einen Strauch der Forsythie hast, kannst du dich in der örtlichen Baumschule nach Zwergsorten umsehen. Diese haben so klingende Namen wie „Arnolds Dwarf“, „Happy Centennial“, „Marée d’Or oder Bronxensis Pflanze. Diese werden kaum mehr als einen Meter hoch und sind eher schmalwüchsig. Im Unterschied zu den traditionellen Forsythien gibt es bei den Zwergforsythien nur sehr kurze Triebabschnitte zwischen den Knospen, die bewirken, dass ein sehr dichter Wuchs entsteht. Damit erübrigt sich der Erhaltungsschnitt, was aber nicht heißt, dass es der Pflanze nicht gut tut, wenn alle zwei oder drei Jahre die Triebe um knapp ein Drittel gekürzt werden. Diese Maßnahme sollte direkt nach der Blüte durchgeführt werden und hat zur Folge, dass die Pflanze sehr vital bleibt und auch regelmäßig wunderschön blüht.

Titelbild – Forsythien CC0 Public Domain-Pixabay.com

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